
Ausflug des Monats
von Monika Strack
Leben wie vor 100 Jahren
Ein Ausflug ins Freilichtmuseum Beuren
Links: Eine alte Scheuer aus Beuren und ein Schweinestall
„Wie war das eigentlich damals
…?“ Kinder interessieren sich für
die Vergangenheit ihrer Eltern und
Großeltern. Besonders spannend ist
es dabei, ihren eigenen Alltag mit dem
Leben in der Vergangenheit zu vergleichen.
Das Freilichtmuseum Beuren im
Landkreis Esslingen bietet Familien
mit Kindern eine ideale Möglichkeit,
um einen Blick in den Alltag unserer
schwäbischen Vorfahren zu werfen.
Punkt 10 Uhr treffen wir uns mit Freunden
©Strack
Gelände stehen momentan 25 alte Fachwerkhäuser
aus dem Mittleren Neckarraum und
der Schwäbischen Alb. Die Gebäude vermitteln
allesamt eine interessante Bandbreite an
Geschichte aus dem Dorfalltag vergangener
Zeiten - vom Bauernschloss über das Tagelöhnerhaus
bis hin zum Weberhaus, Backund
Waschhaus. Schwäbische Sparsamkeit
und das einfache Leben als Selbstversorger
begegnen uns genauso wie die Pracht im repräsentativen
Bauernhaus einer angesehenen
und wohlhabenden Familie Anfang des
19. Jahrhunderts. Die sozialen Unterschiede
von oben und unten im Dorf werden
hier deutlich. Scheunen, Ställe, Hausgärten
und natürlich jede Menge Nutztiere wie Ziegen,
Hühner, Schafe, Kühe, Bienen oder gar
Weinbergschnecken gehörten damals zum
Dorfleben dazu. Denn - so haben wir bei unserem
Besuch gelernt: die Schneckenzucht
war einst gang und gäbe auf der Schwäbischen
Alb.
Geschichte erleben
Während wir Erwachsenen noch die vielen
informativen Schautafeln auf dem Gelände
studieren, wollen die Kinder nun unbedingt
das Innenleben der einzelnen Häuser
erforschen. Auf engen Stiegen geht es hinauf
in die Schlafkammern, wo die Ausstattung
meist eher spartanisch erscheint. Außerdem
ist es ziemlich kalt in den unbeheizten
Gebäuden. Der nackte Steinboden in
der urigen Küche lässt erahnen, dass der
alte Herd mit seinem Ofenrohr nicht nur
zum Kochen, sondern auch als Heizung
diente. Im Keller entdecken wir Vorräte für
den Winter: Eingemachtes und Eingelegtes,
konserviert in Gläsern, Flaschen und
vor der Kasse des Freilichtmuseums. Hier
befindet sich auch das Tante-Helene-Lädle,
ein Kolonialwarenladen von 1929, welcher
mit einem großen Warensortiment von
Spielzeug über Süßigkeiten bis hin zu nützlichem
Hausrat aus Holz, Keramik und Emaille
große und kleine Besucher anlockt.
Damit wir nicht all unsere Rucksäcke
und Jacken über das Gelände schleppen müssen,
leihen wir uns an der Kasse einen Handleiterwagen
aus. Klar, dass spätestens nach
einer Stunde auch eines der Kinder darin sitzen
wird.
Mit einem Übersichtsplan ausgestattet,
geht es nun los auf Entdeckertour. Auf dem
Unterwegs mit dem Leiterwagen
©Strack
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28. Jahrgang, Heft 4
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24 Ausflug des Monats luftballon | April 2025