
Titelthema
Garten, Tiere,
Natur
Hund, Katze oder Kleintier?
12 Garten, Tiere, Natur luftballon | April 2025
© istock LightFieldStudios
von Cristina Rieck
Viele Kinder wünschen sich ein
Haustier als Spielkamerad. Gute
Gründe sprechen auch dafür, diesen
Wunsch zu erfüllen. Doch Familien
sollten sich genau überlegen, welches
Tier tatsächlich zu ihnen passt.
Und ob sie bereit sind, genügend Zeit
für dieses Tier aufzubringen und
die Kosten zu tragen, die durch die
Tierhaltung entstehen.
Mit einem Haustier an ihrer Seite lernen
Kinder, Verantwortung für ein Lebewesen
zu übernehmen. Doch „Eltern sollten sich
immer darüber im Klaren sein, dass sie
die Verantwortung für das Tier nicht an
ein Kind übertragen können“, betont Petra
Veiel, Pressesprecherin des Tierheims
Stuttgart. Die Adoptanten seien immer die
Erwachsenen und die müssten dafür Sorge
tragen, dass es dem Tier gut geht und
es artgerecht leben kann.
Tiere sind kein Ersatz für Spielzeug
Auch die Kosten sind ein wichtiger Faktor,
den man sich vor der Anschaffung eines
Tieres bewusst machen muss. „Die
Tierarztkosten sind in letzter Zeit um rund
30 Prozent gestiegen“, gibt Veiel zu bedenken,
„und selbst wenn das Tier gesund ist,
sollte es regelmäßig entwurmt und geimpft
werden.“
Zudem ist es nicht damit getan, einem
Tier regelmäßig zu trinken und zu fressen
zu geben. Jedes Tier hat darüber hinaus
auch ganz spezifische Bedürfnisse, auf
die bei einer artgerechten Haltung Rücksicht
genommen werden muss. Die Halter
sollten sich Zeit für ihr Tier nehmen und
es nicht allzu lange alleine zuhause lassen.
Auch die Versorgung während des Urlaubs
sollte bereits stehen, bevor ein Tier
ins Haus kommt. Denn der nächste Urlaub
kommt bestimmt und da sollte es den zuhause
gebliebenen Vierbeinern an nichts
fehlen.
Hund, Katze oder Kleintier? Familien,
die sich entschieden haben, ein Haustier
anzuschaffen, stehen vor der großen Frage,
welches Tier am besten in ihren Alltag
passt. Wir stellen im Folgenden die beliebtesten
Haustiere vor.
Hund
Einen Hund als Freund und Spielgefährten
zu haben, ist der größte Wunsch vieler
Kinder. Tatsächlich ist der Hund sehr auf
den Menschen bezogen und kann darum
zu einem richtigen Familienmitglied werden.
Allerdings ist er auch ein Haustier,
das besonders viel Fürsorge benötigt. Je
nach Rasse oder Typus benötigt er mehr
oder weniger Auslauf. Gassi zu gehen ist
aber für jeden Hund sehr wichtig. Außerdem
bleiben Hunde nicht gerne alleine
zuhause. Wenn sie es gewohnt sind und
dazu erzogen wurden, können sie durchaus
ein paar Stunden alleine bleiben, aber
eben nicht allzu lange, in der Regel maximal
zwei bis drei Stunden. Denn der Hund
ist ein sehr soziales Tier, das am liebsten
immer mit seinen Menschen zusammen
sein möchte.
In die Hundeerziehung zu investieren
zahlt sich aus, denn je besser der Hund erzogen
ist, desto leichter haben seine Besitzer
es, ihn zu halten. Eine Hundeschule ist
darum meist sinnvoll. Auch Gruppentreffs
für Welpen oder auch erwachsene Tiere
fördern das Sozialverhalten mit Gleichgesinnten
und erlauben es besonders
Junghunden, die viel an der Leine laufen
müssen, sich richtig auszutoben.
Doch nicht allein der Zeitaufwand für
einen Hund als Haustier ist besonders groß,
auch die Kosten, die auf den Halter zukommen,
sind beachtlich. Je nach Größe des
Hundes sind die Nahrungskosten sehr unterschiedlich.
Außerdem sollte in jedem
Fall eine Hundehaftpflichtversicherung abgeschlossen
werden, die Hundesteuer ist zu
bezahlen und die Tierarztkosten sind auch
bei gesunden Hunden, die eben regelmäßig
entwurmt und geimpft werden müssen, relativ
hoch.
Hund ist nicht gleich Hund, denn jedes
Tier bringt bestimmte Eigenschaften mit
sich. Egal ob Rassehund oder Tierschutzhund,
man sollte diesen nicht nur nach optischen
Kriterien auswählen, sondern „sich
die Zeit nehmen, den Hund kennenzulernen,
um seinen Charakter einschätzen zu
können“, rät Veiel. Nur so könne man auch
sicher gehen, dass der Hund für eine Familie
mit Kindern geeignet ist. „Man darf
bei der Anschaffung eines Hundes nie vergessen,
dass er ein Partner für die nächsten
15 Jahre sein wird“, betont Veiel weiter. Im
Tierheim beispielsweise bekomme man einen
Hund für 14 Tage auf Probe mit nach
Hause, um zu sehen, wie er sich in einem
anderen Umfeld benimmt und ob die Halter
mit seinen Charaktereigenschaften gut
zurechtkommen.
Artgerechte Haustierhaltung in Familien