
Katze
Wer mit dem Gedanken spielt, eine Katze anzuschaffen,
sollte sich zunächst überlegen, ob er diese
als Wohnungskatze oder als Freigänger halten
möchte. Das hängt im Wesentlichen von der Lage
des Wohnraums ab, das heißt ob es eine gefährliche
Hauptstraße in der Nähe gibt, oder ob die
Katze die Möglichkeit hat, sich in einer wenig befahrenen
Gegend aufzuhalten.
Ist die Wohnsituation nicht geeignet für eine
Freiläufer-Katze, können Katzen durchaus in der
Wohnung gehalten werden. „Allerdings ist es wichtig,
dass eine weitere Katze im Haushalt wohnt
und dass die Katzen von klein auf gewohnt sind,
in der Wohnung zu bleiben und ein sogenanntes
Katzenklo haben, das regelmäßig gesäubert werden
muss“, erklärt Veiel.
Hauskatzen und Freigänger müssen zwar nicht
Gassi geführt werden, sie brauchen aber dennoch
die Aufmerksamkeit und Zeit ihrer Halter. Zwei- bis
dreimal am Tag bekommen sie ihr Futter und können
ganz schön ungeduldig
werden, wenn
nichts mehr im Napf
liegt.
Freiläufer holen
sich sowieso gerne
zusätzliche Nahrung,
meist in Form von
Mäusen oder Vögeln.
Diese bringen sie dann
stolz zu ihrer Familie
in die Wohnung,
und der Anblick ist
für Kinder nicht gerade
„Wenn die Kinder verstehen,
warum sie bestimmte
Sachen nicht mit ihrem Tier
machen dürfen, halten sie
sich auch daran“.
Petra Veiel, Pressesprecherin und Tierschutzlehrerin
aus dem Tierheim Stuttgart
schön. Dann ist es Aufgabe der Eltern, ihnen
zu erklären, dass es in der Natur der Katze liegt,
andere Tiere zu jagen und man ihr das nicht übel
nehmen kann.
Viele Allergiker reagieren auf Katzenhaare. Darum
empfiehlt Veiel bei Verdacht im Vorfeld einen
Test zu machen, da sich „die Katzenhaare nachher
tatsächlich überall in der Wohnung befinden“.
„Bei Katzen kommt es, ebenso wie bei Hunden,
auf den Charakter an, ob sie geeignet für eine
Familie sind“, so Veiel. Bei der europäischen Kurzhaarkatze,
die hierzulande besonders häufig gehalten
wird, sei entscheidend, wie sie sozialisiert
wurde.
In den Urlaub gehen Katzen nicht gerne mit,
darum sollte die Versorgung durch Nachbarn oder
andere Katzenliebhaber organisierbar sein. „Auch
hier reicht es aber nicht, den Napf zu füllen“, betont
Veiel, „die Katzen wollen auch ein wenig
Aufmerksamkeit von den Menschen, die sie betreuen.“
Im Internet findet man auch Angebote
von Tierpensionen, bei denen die Tiere gut aufgehoben
sind.
Kaninchen und
Meerschweinchen
Kaninchen sind, ebenso wie Meerschweinchen,
Rudeltiere und sollten mindestens in einer Gruppe
von zwei bis drei, gerne noch mehr Tieren gehalten
werden. Außerdem benötigen sie „viel Auslauf,
am besten ein großes Gehege“, rät Veiel. „Die Käfige,
die man in Zoohandlungen bekommt, sind
meist nicht geeignet, da sie zu klein sind für diese
Tiere“, beobachet die Pressesprecherin.
Wer ihnen draußen auf dem Balkon oder
im Garten ihren Auslauf bauen möchte, sollte
sie aber unbedingt vor Raubvögeln und anderen
Feinden schützen, da sie sonst eine leichte Beute
für diese sind.
„Kaninchen und Meerschweinchen sind Fluchttiere
und es ist für sie ein Schock, wenn man sie
von oben packt“, erklärt Veiel weiter. „Sie können
vor Schreck einen Herzanfall bekommen“, weiß sie
aus Erfahrung.
Außerdem betont die Tierschützerin, dass Kaninchen
und Meerschweine kein Spielzeug für Kinder
seien. „Eltern sollten ihren Kindern beibringen,
sehr behutsam mit diesen feingliedrigen Tieren umzugehen“,
rät Veiel. Ihr wurden schon einige mit
Knochenbrüchen ins Tierheim gebracht, weil sie
beispielweise aus dem Stockbett gefallen waren.
Ein regelmäßiger Tierarztbesuch ist auch bei diesen
Tieren erforderlich.
Vögel
Eine beliebte Vogelart bei Kindern ist der Wellensittich.
„Wie alle Vögel ist auch der Wellensittich
ein Schwarmtier und
darf nicht alleine gehalten
werden. Außerdem
benötigen
solche Vögel, die in
der Natur viele Kilometer
weit fliegen
können, eine große
Voliere mit Versteckmöglichkeiten
und naturgetreuen,
verschieden dicken
Ästen“, fasst Veiel zusammen.
Ab und an sollte im Haus gehaltenen
Vögeln auch ein Freiflug in der Wohnung ermöglicht
werden, aber Achtung: Alle Fenster davor gut
schließen, sonst sind die Vögel weg und können in
der Freiheit nicht überleben.
Auch wenn viele Eltern denken, dass Vögel am
wenigsten Dreck machen, verursacht das Einstreu
in der Voliere und die kleinen Federchen zwischen
den Federn viel Staub. „Außerdem können Vögel
ganz schön laut sein, darüber müsse man sich im
Klaren sein“, betont Veiel.
Da Vögel selten wirklich zahm werden, sind
sie für Kinder überwiegend als Beobachtungstiere
geeignet.
Überhaupt empfiehlt die Tierschützerin zum
Einstieg für Familien mit Kindern Beobachtungstiere
wie Mäuse, Degus, Insekten oder Schnecken, die
wohl gerade besonders im Trend liegen. „Man kann
sie zwar nicht streicheln, aber sehr gut an ihnen
lernen, Verantwortung zu übernehmen“, so Veiel.
regeln und Grenzen
Egal, für welches Haustier sich eine Familie entscheidet,
wichtig ist, dass im Vorfeld mit den Kindern
die notwendige Sachkunde besprochen wird.
Dazu gibt es altersgerechte Bücher und Spiele oder
Online-Angebote.
Im Umgang mit dem Haustier sollten den Kindern
klare Regeln und Grenzen aufgezeigt werden.
Allerdings empfiehlt Veiel, die Kinder positiv
einzustimmen und nicht von vorne herein Verbote
auszusprechen. „Wenn die Kinder verstehen, warum
sie bestimmte Sachen nicht mit ihrem Tier machen
dürfen, halten sie sich auch daran“, weiß die
Tierschutzlehrerin aus Erfahrung.
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luftballon | April 2025 Garten, Tiere, Natur 13