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Unsere Welt sind die Berge 150 Jahre DAV Sektion Schwaben S-Degerloch (cs) – In diesem Jahr feiert der Deutsche Alpenverein (DAV) sein 150. Gründungsjubiläum. Im selben Jahr wurde in Stuttgart auch die Sektion Schwaben gegründet. Ob Alpenüberquerung oder Hüttenwanderung, Bergwandern boomt wie schon lange nicht mehr. Das erste Hütten- und Wegenetz in den Alpen legten die Gründungsväter des DAV damals vor 150 Jahren an. Der Verein veröffentliche Tourenbeschreibungen und verfasste die ersten Karten. Erst damit machte er es überhaupt möglich, das Hochgebirge zu erleben. Auch heute ist das Bergsteigen und Bergwandern Dreh- und Angelpunkt des Vereins. Wege und Hütten müssen gepflegt und erhalten werden. Mehr Spaß in Familiengruppen „Wir freuen uns über bergsportbegeisterte Familien“, sagt Nina Ahrens von der Sektion Schwaben, © DAV „sie können sich als Gruppe zusammenschließen und zusammen klettern, mountainbiken oder wandern. Die Gruppen erhalten Zuschüsse für Aktivitäten und Material.“ Gemeinsam macht es einfach noch mehr Spaß und los geht es schon ab einem Alter von zwei bis drei Jahren. Damit alle gut abgesichert sind, kann man beim DAV auch gleich eine Familiengruppenleiter-Ausbildung machen. Die 32.000 mitgliederstarke Sektion Schwaben betreibt sechs Hochgebirgshütten in den Alpen, drei Hütten auf der Schwäbischen Alb und drei Kletterhallen. Zusammen mit der Sektion Stuttgart führen sie das Kletterzentrum auf der Waldau. Die Indoor- Kletterhalle „rockerei“ in Zuffenhausen gehört zu den jüngsten Einrichtungen. Informationen über die Aktivitäten der Sektion Schwaben des DAV gibt es entweder im AlpinZentrum, Georgiiweg 5, S-Degerloch oder im Globetrotter Stuttgart (2.OG), Tübinger Straße 11, S-Mitte. www.alpenverein-schwaben.de Schule geht auch anders In der Kolping-Realschule in Maichingen Sindelfingen (af) - Das Plakat mit der Aufschrift ‚Schule geht auch anders‘ über dem Eingang der neuen Realschule in Maichingen ist schon von Weitem zu erkennen. Dort in der Otto-Hahn-Straße betreibt das Kolping Bildungswerk Württemberg seit diesem Schuljahr eine staatlich anerkannte Realschule. Die Kolping-Realschule in Sindelfingen bietet kleinen und großen Schülern eine schulische Heimat. „Mit engagierten Pädagogen, optionaler Ganztagsbetreuung, kleinen Klassen und individueller Förderung steht sie für eine gelungene und erfolgreiche Schulzeit“, sagt Schulleiter Jürgen Hallanzy. Getreu der pädagogischen Vision von Adolph Kolping „Man muss die Herzen erreichen, um Wissen zu vermitteln“ wird die Kolping-Idee auch hier umgesetzt. Sie verbindet sich ideal mit der ebenfalls gelebten Montessori-Pädagogik - so geht es weg vom Frontalunterricht, hin zu kurzen Einführungen in Themen, die die Schüler dann sehr selbständig vertiefen. „Hilf mir, es selbst zu tun“ war einer der Leitsprüche Montessoris: Lehrkräfte werden zu genauen Beobachtern und helfen, wenn Hilfe vom Kind gefordert wird. Erfolge stärken die intrinsische Motivation, das Kind lernt gerne und aus freien Stücken. Ein bedarfsgerechter offener Ganztag und zahlreiche AGs runden das Schulangebot der © Frühauf Die Realschule in der Otto-Hahn-Straße Privatschule ab. Zusätzlich werden auch Hausaufgabenbetreuung und organisierte Lerngruppen angeboten. Wer sein Kind dort für die fünfte oder sechste Klasse für das Schuljahr 2019/20 anmeldet, spart das erste Jahr die Schulgebühr von 160 Euro pro Monat. Eine offene Sprechstunde findet immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr statt. Kolping-Realschule, Otto-Hahn-Str. 16, Sindelfingen-Maichingen, Tel. 07031-262287, www.kolping-sindelfingen.de Experten beantworten Elternfragen Thema: Familienalltag Elternfrage: „Wie kann ich mich in mehr Gelassenheit üben, wenn mein Kind schon wieder krank ist oder in der Schule wichtige Dinge verpasst? Was tue ich, wenn mich der Alltag überrollt?“ Antwort: Durch Kinder kommen Eltern an ihre Grenzen. Einerseits im Alltag mit den Kindern, andererseits im Managen von Beruf, Familie und Freizeit. Manchmal hat man Tage, da geht selbst bei bester Planung und Absprache alles schief. Gerade an solchen Tagen ist es schwierig, die Kinder zu leiten und für deren Aufgaben zu motivieren. Um Herr*innen ihres Alltags zu bleiben, ist es für Eltern hilfreich, regelmäßige Gespräche zu haben und ungestört auf die kommende Woche zu schauen, abzusprechen, wer was wann macht und welche besonderen Herausforderungen zu bewältigen sind. Dabei ist es genauso wichtig, den Zeitaufwand für die Termine und für die Wegstrecken richtig einzuplanen, wie auch an Pausen zu denken. Die To Do-Liste sollte ebenbürtig und fair verteilt werden. Lieber eine Auswahl treffen, als den Spaß an der gemeinsamen Unternehmung verlieren. Weniger ist hier mehr! Beim Rückblick auf die vergangene Woche anerkennen, was geglückt - und mit Humor betrachten, was danebengegangen ist. Auch hilft es, sich zwischendurch zu fragen, was wirklich wichtig ist und ob manche Dinge nicht liegen bleiben können. Trotzdem kommen manchmal Situationen, in denen wir von unserer Umwelt überrollt werden und die Führung verlieren. Dann müssen wir uns schnell auf die neue Situation einstellen und gleichzeitig Ruhe bewahren. Hier können Elemente aus der Marte Meo Methode nach Maria Aarts hilfreich sein. Marte Meo bedeutet sinngemäß „aus eigener Kraft“ und ist eine Form der Erziehungsberatung und Kommunikationsförderung. Sie unterscheidet strukturierte Situationen, in denen die Eltern die Abfolge vorgeben wie beim Anziehen oder Hausaufgaben machen und freie Situationen, in denen Kinder Dinge vorschlagen und wir uns vom Spiel des Kindes leiten lassen. Eine gute Atmosphäre schaffen wir, wenn wir uns für beide Situationen angewöhnen, ein gutes freundliches Gesicht zu machen und mit guten Tönen zu sprechen. Durch Benennen, das bedeutet seine Gedanken und Gefühle zu äußern, werden wir verständlich und vorhersehbar. Ich benenne, was ich mache, dadurch mache ich auch dem anderen verstehbar, was ich von ihm möchte. Umgekehrt beschreibe ich mit freundlichen Worten und Tönen, welches Verhalten und welche Gefühle ich beim anderen wahrnehme. Probieren Sie es im Alltag einfach mal aus und merken Sie dadurch, wie Sie wieder handlungsfähig werden. Angela Maier © Hans-Martin Goede Zur Person: Supervisorin DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching), Marte Meo Therapeutin und Marte Meo Supervisorin i.A. www.Martemeo-Institut-Stuttgart.de. Wer eine „Frage“ hat, die wir an wechselnde „Experten“ stellen können, kann uns gerne mailen unter: experten@elternzeitung-luftballon.de 6 Aktuell Luftballon | September 2019


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