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5 Nähe ist einfach. Wenn man die digitalen Lösungen der Sparkasse Karlsruhe nutzt. �� Wir haben mit dem Vorstandsmitglied Lutz Boden über das Thema Digitalisierung und die Auswirkungen auf Banken und ihre Kunden gesprochen. Lesen Sie hier das Interview. Frage: „Überall wird von Digitalisierung gesprochen – auch im Bankensektor. Welche Auswirkungen hat das eigentlich für mich als Kunde?“ Lutz Boden: „Noch vor wenigen Jahren mussten Sie für fast jede Bankdienstleistung Ihre Filiale aufsuchen. Sei es für eine Überweisung, die Einrichtung eines Dauerauftrags oder für eine einfache Kontoabfrage. Dies hat sich in den letzten Jahren massiv geändert. Hier mal ein Beispiel eines Kunden, der mir neulich begeistert seinen Tag geschildert hat: Während des Frühstücks hat er per Tablet nicht nur die Neuigkeiten in der Welt, sondern auch schnell sein Aktiendepot gecheckt. Danach – auf dem Weg zur Arbeit – bekam er per Kontowecker die Mitteilung auf sein Smartphone, dass seine Steuerrückzahlung seinem Konto gutgeschrieben wurde. Dem lang ersehnten Kauf eines neuen Laptops stand so nichts mehr im Weg. Online bestellt und gleich mit paydirekt bezahlt. Nachmittags erhielt er die Mitteilung, dass sein Kontoauszug ins elektronische Postfach eingestellt wurde. Der sonst übliche Gang zum Kontoauszugsdrucker kann somit entfallen. Und als er sich am Abend mit seinen Freunden zum Skat verabredete, haben alle anderen den zu zahlenden Betrag per Handy und der Kwitt-Funktion ihrer Sparkassen-App überwiesen. Am Ende des Tages fand er in seinem Briefkasten die Rechnung seines Elektrikers. Diese hat er einfach fotografiert. Die entsprechende App hat die Daten in ein Formular übernommen und er musste die Überweisung nur noch prüfen und freigeben. Sie sehen also, welche Möglichkeiten in der Digitalisierung stecken. Sie sparen viel Zeit, da Sie vieles von daheim oder unterwegs aus machen können. Und wir werden Sie auch in Zukunft mit neuen und komfortablen Services überraschen. Als traditionelles Kreditinstitut sind wir in Kontakt mit Ihnen über unsere Filialen und unser Servicetelefon. Dabei sind wir Spitzenreiter und bieten unseren Kunden beste Qualität – das bestätigt auch unsere Auszeichnung „Beste Bank in Deutschland“. Diesen Anspruch haben wir natürlich auch im Ausbau unserer Online-Angebote.“ Frage: „Wenn man jetzt seine Bankgeschäfte einfach und bequem selbst erledigen kann, braucht man dann überhaupt noch Filialen?“ Lutz Boden: „Ja, natürlich benötigt man auch in der Zukunft noch Filialen. Die Rolle der Filiale hat sich allerdings in den letzten Jahren stark gewandelt und wird sich weiter wandeln. Sie erinnern sich vielleicht noch an die Zeit, als Sie für Ihre Kontoauszüge in einer langen Schlange anstehen mussten und danach zum Geld abheben an einem anderen Schalter noch einmal. Ich denke, keiner sehnt sich nach diesen langen Wartezeiten. Nichtsdestotrotz gibt es komplexe Fragestellungen, bei denen es notwendig ist, diese persönlich zu besprechen. Sei es eine anstehende Baufinanzierung, eine Beratung zur persönlichen Altersvorsorge oder beim jährlichen Finanz-Check. Dafür stehen unseren Kunden unsere hoch qualifizierten Berater in den Filialen und Vermögensberatungen zur Verfügung. Und das wird auch in Zukunft so bleiben. Einfache Produkte wie Girokonten, Kreditkarten oder Konsumfinanzierungen hingegen können bereits heute einfach und bequem online über unsere Homepage abgeschlossen werden.“ Frage: „Aber es werden doch derzeit Filialen geschlossen. Ist das nicht auch eine Folge der Digitalisierung“? Lutz Boden: „Das hat mehrere Gründe, aber die Digitalisierung trägt sicherlich mit einem hohen Anteil dazu bei. Wie aber bereits erwähnt werden auch die Fragestellungen unserer Kunden immer komplexer und müssen mit deren individuellen Bedürfnissen abgestimmt sein. Dies kann bei kleinen Filialen ohne entsprechende Spezialisten nicht mehr gewährleistet werden. Dazu kommen weitere externe Faktoren wie das derzeit historisch niedrige Zinsniveau, was bei der Sparkasse zu deutlich niedrigeren Erträgen führt, aber auch die zunehmende Regulatorik, die zu hohen Zusatzkosten führt. Dafür sind wir nicht verantwortlich, müssen hierauf aber leider reagieren. Sicher ist: Wir sind weiter in der Fläche präsent, wenn auch an weniger, dafür gestärkten Standorten. Und solange ein ausreichender Kundenbedarf besteht, werden wir auch weiterhin Selbstbedienungsmöglichkeiten wie beispielsweise Geldautomaten, Kontoauszugsdrucker und SB-Terminals bereitstellen.“ Frage: „Und die älteren Kunden? Kommen die mit der neuen Technik überhaupt zurecht?“ Lutz Boden: „Die Frage des Umgangs mit der Technik ist überraschenderweise kein reines Altersthema. Natürlich haben Sie recht, dass nicht alle älteren Mitmenschen sofort mit der Technik vertraut sind. Die Selbstbedienungstechnik in unseren Filialen ist jedoch sehr einfach und weitestgehend selbst erklärend. Natürlich stehen dort unsere Mitarbeiter allen Kunden gerne zur Seite, wenn sie Probleme bei der Nutzung haben und zeigen ihnen, wie diese funktionieren, damit ein sicherer Umgang zukünftig möglich ist. Um die Möglichkeiten im Online-Bereich zu nutzen, braucht der Kunde ein entsprechendes Gerät wie PC, Tablet oder Smartphone, wenn er diesen Service nutzen möchte. Aus Erfahrung weiß ich, dass viele ältere Kunden zumindest ein Smartphone haben. Ein solches Gerät ist für alle Funktionen im Online- bzw. Mobile Banking absolut ausreichend. Ist erst einmal die Hemmschwelle der Nutzung überwunden, merken viele, welche Vorteile das Online-Banking gerade im Alter hat. Ich bin ehrlich, auch ich war vor Jahren nicht sofort überzeugt. Als ich es aber das erste Mal genutzt habe, war ich überrascht, wie einfach und vor allem praktisch es ist. Überall, 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche, meine Bankgeschäfte erledigen zu können, ist einfach klasse!“


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