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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG NATURHEILKUNDE DAGEGEN IST EIN KRAUT GEWACHSEN Bei Husten kann so manches Heilkraut Wunder wirken / Vorsicht bei ätherischen Ölen Gerade Kinder haben oft Husten. GESUNDHEIT | 13 Kein Wunder: Im Kindergartenalter sind zehn bis zwölf Infekte pro Jahr normal, solange nicht schwere Komplikationen auftreten. Häufig werden dabei auch die Bronchien in Mitleidenschaft gezogen. Eltern fragen sich, wie sie ihr Kind bei der Genesung unterstützen können. Antibiotika helfen bei den meist viralen Infekten nicht, zudem haben diese Medikamente eine Reihe von Nebenwirkungen. Häufig reichen Allgemeinmaßnahmen und pflanzliche Heilmittel aus, um die Symptome zu lindern. Je nachdem, ob es ein trockener oder ein produktiver Husten ist, verwendet man verschiedene Pflanzen. Prof. Kraft von der Uni Rostock gibt auch zu bedenken, dass Husten natürlich auch nicht-infektiöse Ursachen haben kann, wie zum Beispiel allergisches Asthma, die COPD oder Lungentumoren. Bei trockenem Husten empfiehlt die Expertin schleimhaltige Medikamente. „Denn wenn die Viren im Bronchialapparat oder im Kehlkopfbereich aktiv werden, greifen sie die oberste Schleimhautschicht an. Dadurch werden Nervenenden freigesetzt, die dann gereizt werden. Dies führt zu Husten und Schmerzen.“ Prof. Kraft setzt hier auf Präparate mit Spitzwegerich, Malve, Efeu oder Isländisch Moos, die einen Schutzfilm über die gereizten Nervenenden bilden und dadurch reizmildernd wirken. Gut ist demnach auch das Gurgeln mit Salbei-Extrakt. Beim produktiven Husten, so Kraft, „wirken Primelwurzel und Thymian, auch in Kombination, sehr gut. Sie aktivieren die Bronchialzellen.“ Nützlich sei auch Efeu. Extrakte aus Efeublättern enthalten Saponine, die den Nervus vagus über seine Enden im Magen reizen. „Über eine Verschaltung im Hirnstamm“, so die Expertin, „wirkt sich dies auch auf die Lunge aus: Dort kommt es dann zu einer vermehrten Flüssigkeitsproduktion, die den zähen Schleim löst. Efeu sorgt auch dafür, dass der Schleim besser abgehustet werden kann.“ Als hilfreich bei zähem Schleim nennt Prof. Kraft auch ätherische Öle wie Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Fichten- oder Kiefernnadelöl. Nicht geeignet sind diese Öle jedoch für Kleinkinder. Hilfe von Mutter Natur Zutaten: Fenchelsamen, Thymian, Spitzwegerich, heißes Wasser Fencheltee: 1 TL gequetschten Fenchelsamen mit einem viertel Liter heißem Wasser übergießen. Nach zehn Minuten abseihen. Thymiantee: 1 bis 2 TL voll Thymiankraut mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergießen. Nach circa zehn Minuten durch ein Sieb geben. Spitzwegerichtee: Von dem Spitzwegerichkraut einen Teelöffel mit circa 250 Milliliter kochendem Wasser überbrühen und nach rund acht bis zehn Minuten abseihen. © PhotoSG /Adobe Stock Bei zähem Schleim können ätherische Öle wie etwa Pfefferminzöl helfen. Aber, Achtung! Für Kleinkinder sind diese nicht geeignet. © Team 5 / Adobe Stock Selbstmanagement nach dem Zürcher Ressourcenmodell Freie Plätze, Kursangebote www.zrm-karlsruhe.de


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