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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG BADEN-MARATHON 7 „Die Läufer stimmen am Ende mit den Füßen ab“ Bürgermeister Klaus Stapf im Gespräch über Krisen, Hürden und die Zukunft des „sehr gut organisierten“ Baden-Marathons „Durchwachsen“ ist die Gefühlslage von Klaus Stapf in Hinblick auf den erneuten Marathon-Umzug. null aufgeht, brauchen wir selbst am Standort Europahalle mindestens 7 000 Teilnehmer. �� Was ist mit der Stadt Karlsruhe, die ja gerne den Baden-Marathon als Aushängeschild nutzt. Die hätte doch wenigstens in Teilen das Defizit ausgleichen können – oder etwa nicht? Stapf: Das alles fiel in eine Sparphase. Abgesehen davon muss die Beteiligung der Stadt perspektivisch gesehen werden. Eine engere Anbindung an die Stadt – zum Beispiel an die Event GmbH – habe ich vorgeschlagen (Angemerkt: Verantwortlich für die Veranstaltung ist bisher der Baden-Marathon Verein). Gespräche dazu laufen. Ich sehe da auf jeden Fall Handlungsbedarf. �� Und wie soll es weitergehen? Der Standort Carl-Kaufmann-Stadion mag ja für den Einlauf, für die Stimmung ideal sein. Allerdings ist die Zukunft der Europahalle ungewiss. Sie kann, wenn überhaupt, allenfalls nur sehr bedingt genutzt werden. Über den aktuellen Fiducia & GAD Baden-Marathon Karlsruhe sowie über die Zukunft der Großveranstaltung sprachen die BNN mit Bürgermeister Klaus Stapf, Vorsitzender des Vereins Marathon Karlsruhe. �� Vor einem Jahr hieß es, Abschied vom Carl-Kaufmann-Stadion nehmen. Damals sprachen Sie von einer Umbruchsituation und vom möglichen Reiz des Neuen. Und nun ist die Messe Karlsruhe als Start- und Zielpunkt bald Geschichte. Der Marathon-Tross zieht 2018 wieder ins Carl-Kaufmann-Stadion ein. Wie ist es jetzt um Ihre Gefühlslage bestellt? Stapf: Man darf eins nicht vergessen. Seit einigen Jahren lavieren wir uns mit dem Baden-Marathon durch eine schwierige Situation. Die Läuferzahlen sind gerade bei der Marathonstrecke generell rückläufig, die Anforderungen und Auflagen werden immer größer und gleichzeitig wird die Streckenführung, bedingt durch die Baustellensituation, nicht gerade leichter. Hinzu kommt der Wegfall der Europahalle. Direkte Antwort: Meine Gefühlslage ist durchwachsen. Ich muss aber auch sagen, dass mir das Carl-Kaufmann-Stadion als Ziel mehr das Herz öffnet. �� Gab es keine Chance, den Standort Messe zu halten? Eigentlich heißt es ja, dreimal sollte man einer Neuerung eine Chance geben, bis sie sich vielleicht doch etabliert? Stapf: Das Risiko war einfach zu hoch. Im vergangenen Jahr mussten wir das Defizit durch eine Rücklagenentnahme decken (Angemerkt: Es geht um einen Betrag in der Größenordnung von rund 50 000 Euro). Wir wussten halt auch, dass die Finanzierung des Standortes Messe eine Gratwanderung ist. Und wie gesagt: Wir hatten zu wenig Anmeldungen für die gestiegenen Infrastrukturkosten. Um einigermaßen wirtschaftlich zu arbeiten, damit es null auf scheidend sind die Teilnehmer, die Läufer. Die stimmen am Ende mit den Füßen ab. Wir müssen eben neue Wege gehen und auf bestimmte Verschiebungen reagieren. Dieses Jahr steht dafür beispielsweise der Drittelmarathon. Auch der Bereich Team- beziehungsweise Business-Marathon wächst. Außerdem ist der Marathon immer mehr zum Event geworden. Und da können wir uns überlegen, was man in der Hinsicht noch mehr machen kann. Was mir aber ebenso wichtig ist: Den Namen Marathon muss die Veranstaltung auch in Zukunft zu Recht haben. �� Wo sehen Sie die Stärken des Baden- Marathons? Stapf: Die Veranstaltung hat eine hohe Identifikation in der Region – sie ist in der Region verwurzelt. Und es ist vor allem ein sehr gut organisierter Lauf. Wenn ich allein an die Verpflegung im Runner’s Heaven denke. Und ganz wichtig: Die Teilnehmer können sich aufs Wesentliche – aufs Laufen – konzentrieren. �� Doch alles gut? Stapf: Von Panik jedenfalls kann keine Rede sein. Nein, wir werden uns – wie die Jahre zuvor – rechtzeitig auf Probleme einstellen und Lösungen finden. Sorgen bereiten mir die wachsenden Auflagen. Das wird von Jahr zu Jahr mehr. Immer kommt was Neues dazu. Da müsste man endlich mal an die Veranstalter denken. Text / Foto: kdm Stapf: Ich habe immer noch ein bisschen die Hoffnung, dass wir irgendwann für den Baden-Marathon die Europahalle teilweise nutzen können. Ich denke aber auch, dass den meisten Läufern die Halle eigentlich nicht wichtig ist. Wir benötigen einen hochwertigen Ersatz für die Halle, zum Beispiel ein variabel einsetzbares Zelt. �� Fürchten Sie manchmal um die Zukunft der Veranstaltung? Stapf: Nein, da habe ich keine Bedenken – besonders dann nicht, wenn ich an die Organisation denke. Ent- 1100 gute Seelen Ohne Ehrenamtliche geht bei dem sportlichen Großereignis nichts �� 240 Einsatzkräfte der Arbeitsgemeinschaft Sanitäter. �� 80 Helfer im Runner’s Heaven. �� 20 Zugläufer. �� 20 Radler und Begleitfahrzeuge. �� 25 Auf- und Abbauhelfer. �� 100 Helfer bei der Startnummernausgabe. �� 50 Helfer bei der Gepäckaufbewahrung. �� 74 Helfer fürs Catering. �� 35 Helfer beim Mini-Marathon. �� insgesamt also über 1 100 Helfer. Hinzu kommen über 1 000 Tänzer, nicht anderes als Ehrenamtliche, die beim Tanzmarathon mitmachen. kdm Was wäre der Fiducia & GAD Baden- Marathon ohne seine vielen ehrenamtlichen Helfer? Die Antwort: Es würde ihn schlicht und ergreifend überhaupt nicht geben. Organisatoren, Teilnehmer und Zuschauer jedenfalls sind sich einig: Nur gut, dass es die ehrenamtlichen Marathonhelfer gibt. Die nachfolgenden Zahlen stehen dafür Pate, was bei dem Großereignis alles an Arbeit und Aufgaben anfällt und bewältigt werden muss – und von den Helfern Jahr für Jahr auch erledigt wird: �� 300 Streckenposten. �� 186 Helfer an den Verpflegungsstellen.


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