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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG BADEN-MARATHON 15 Veteranen des Dauerlaufs Erhard Schmidt und Wilfried Huber starteten jeweils bei über 30 Baden-Marathons Freizeit und Sport. Die BNN schaffen den Überblick. Gemeinsam stark Fried-Jürgen Bachl setzt auf Kooperation bar wäre es, sich gegenseitig zu bewerben. Oder warum nicht einen Sponsorenpool für ein badenwürttembergisches Veranstaltungspaket anbieten? Eine Zusammenarbeit kann sich Bachl unter anderem mit Freiburg und Stuttgart vorstellen. Obendrein dürfte sich so etwas im Bereich der strengen Sicherheitsauflagen lohnen; Stichwort: Wissensaustausch. Keinen Sinn würde es geben, gegeneinander zu arbeiten. „Da verlieren wir alle.“ Und er zeigt sich zuversichtlich: „Ich denke schon, dass wir gemeinsam was hinbekommen.“ kdm Die Luft wird für viele Veranstaltungen in der Größenordnung des Fiducia & GAD Baden- Marathons Karlsruhe immer dünner. Unter anderem belegen das rückläufige Teilnehmerzahlen, insbesondere bei den Marathonstrecken. Vielleicht ist eine Zusammenarbeit der Veranstalter eine Möglichkeit, die Zukunft von Marathons als große Laufevents zu sichern. Darauf jedenfalls setzt verstärkt Fried-Jürgen Bachl, Geschäftsführer des Laufspektakels. „Wir könnten voneinander profitieren, zum Beispiel bei der Werbung oder beim Sponsoring.“ Denk- Wilfried Huber (Jahrgang 1940). Schmidt brachte es auf 33 Baden-Marathons. 1985 startete er zwar auch, musste aber verletzungsbedingt aufgeben. Huber war bei 31 Marathons und drei Halb-Marathons dabei. �� Ihr erster Start? Natürlich 1983 als der Lauf noch die Bezeichnung „Rot-Kreuz-Marathon“ trug. „Das war hart“, erinnert sich Schmidt. Ohne große Vorbereitung sei er gestartet. „Eine Woche lang war ich Wie lassen sich Läufer bezeichnen, die bei jedem Baden-Marathon bislang gestartet sind? Vielleicht „alte Hasen“? Nein, klingt irgendwie unpassend. Oder Dauer-Marathonis? Nee, klingt auch nicht gut. Sei’s drum. Solche Läufer gibt es jedenfalls wirklich. Teilnehmer, die von Anfang an dabei waren und es noch immer sind und die es beim mittlerweile 35. Baden-Marathon auf 35 Starts bringen. Zu ihnen gehören Erhard Schmidt (Jahrgang 1958) und Schmidt. Der Trend gehe in Richtung „weniger Wettkampf“. „Früher“, befindet Huber, „war das Ganze mehr von einem Gemeinschaftsgefühl getragen. Heute läuft irgendwie jeder für sich alleine.“ �� Und was bleibt noch nach 34, fast 35 Jahren Marathon in Karlsruhe? Schmidt: „Hoffentlich führt die Strecke bald wieder durch die Durlacher Altstadt. Und das mit den Badenern, vor allem am Streckenrand, ist so eine Sache. Sie wissen ja – die badische, etwas zurückhaltende Mentalität.“ Huber: „Wenn ihr was schaffe däd, müsstet ihr heut net laufe. Das waren so Begleitsätze ganz zum Anfang des Marathons. Und dann die Baustellen. Außerdem müsste der Lauf durch mehr Alleen führen. Das Carl-Kaufmann-Stadion ist für mich Baden-Marathon.“ Alles halb so wild, zumal es auch viel Positives zu berichten gibt. Darüber herrscht bei beiden Einigkeit – unter anderem über den tollen Tanzmarathon, über den Runner’s Heaven, über die Badener, die immer mehr auftauen, und über die tolle Organisation. �� Wie soll es weitergehen, damit es einen 50. Baden-Marathon geben wird? „Die Stadt und die Stadtoberen müssten sich viel mehr einbringen, müssten viel stärker hinter dem Karlsruher Marathon stehen“, so die beiden einhellig. Klaus Müller bewegungsunfähig.“ Dafür legte er als blutiger Anfänger mit 3:20,22 Stunden eine bemerkenswerte Zeit hin. Hubers Weg zum Marathon führte über die DRK-Gymnastikgruppe. Das Motto bei seinem ersten Marathonstart: „Rennen bis zum Ende.“ �� Was hielt und hält sie beim Marathon? „Lebensqualität – genau das bedeutet Laufen für mich“, sagt Schmidt. „Für mich ist ein Marathon eine große Prüfung. Allein die Vorbereitung darauf lohnt sich, wie überhaupt das Laufen an sich“, antwortet Huber. �� Was hat sich im Laufe der Jahre für einen selbst verändert? „Die Einstellung ändert sich. Man wird lockerer. Du kannst dich einfach besser einschätzen“, meint Schmidt. „Genau“, so auch Huber. „Du lernst, bei so einem Lauf in dich reinzuhören.“ �� Was ist mit Ehrgeiz? Daran mangelt es beiden nicht. Sein großes Ziel hat Schmidt geschafft: zum Kreis der „Unter-drei-Stunden-Läufer“ zu zählen (persönliche Bestzeit 1994 in 2:50,24 Stunden). Und noch was schiebt er nach, „im Wettkampf gibt’s keine Freunde“. Ankommen ist für Huber das wichtigste Ziel. „Die Zeit spielt keine entscheidende Rolle.“ �� Was hat sich beim Marathon insgesamt aus ihrer Sicht geändert? „Die Zeiten spielen immer mehr eine untergeordnete Rolle“, urteilt Eifrige Marathontrikot-Sammler: Für Erhard Schmidt (links) und Wilfried Huber bedeutet Laufen auch ein großes Stück Lebensqualität. Foto: kdm


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