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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG FEST-MAGAZIN 9 verhandelt. Der Lohn ist ein Programm, mit dem es sich gut aushalten lässt, kein Ticket für die Hauptbühne zu haben. Andreas Jüttner bez gewinnen“, sagt Werner. Auch um Curse auf die Feldbühne zu holen, habe man angesichts des Etats („Wir müssen gut haushalten“) lange Kleine Schwester DIE FELDBÜHNE: Von HipHop bis Hardcore Fest“ schon seit Jahren Plätze auf der Feldbühne einräumt. „Wir hätten beide aber auch ohne dieses Programm engagiert“, sagt Jochen Werner. Hauptberuflich bucht er Bands für das Jahresprogramm im Karlsruher Jubez, wo der eine oder andere Feldbühnen-Gast bereits aufgetreten ist oder noch hinkommt. „Mother’s Cake ist eine der Bands, die wir im Jubez schon hatten und der wir gern noch ein größeres Forum geben wollten“, sagt Werner, der gern auch mal Formationen einlädt, die für die Hauptbühne „zu speziell“ wären. ETABLIERTE STRUKTUR Für das Programm auf der Feldbühne hat sich über die Jahre hinweg eine klare Struktur etabliert. Am Freitag gibt’s erstmal eine kräftige Ladung Hip-Hop. Neu ist der Auftakt: Statt einer Rap-Battle gibt es diesmal eine „Breaking Battle“ – also einen Wettstreit lokaler Breakdancer. Im weiteren Programm werden regionale Acts und Szenegrößen ebenso gemischt wie Deutschrap und internationale Sounds. In diesem Jahr ist mit Curse einer der stilprägenden Rapper des vergangenen Jahrzehnts zu erleben (Freitag, 22.30 Uhr). Der Samstag steht im Zeichen der härteren Sounds – mit Ausnahme der Eröffnungsband, den straßenmusikerfahrenen „Brothers of Santa Claus“ aus Freiburg, wird in diesem Jahr das volle Brett serviert, vom Hardcore der Karlsruher Band Grizzly (17.15 Uhr) bis zum Balkan-Ska-Krawall der bayerischen Band Django S. (22.15 Uhr). Sehr vielschichtig geht’s am Sonntag zu, wo das Spektrum von der Karaoke-Show „Begnadigte Stimmen“ (16.30 Uhr) bis zum irischen Top-Act Wallis Bird (21.30 Uhr) reicht. „Wallis Bird ist schon fast eine Nummer zu groß für die Feldbühne, die konnten wir nur dank ihrer langjährigen Verbundenheit mit dem Ju- �� Sie ist gewissermaßen die kleine Schwester der Hauptbühne – doch für manche ist sie das Größte beim „Fest“. Die Feldbühne, in den 90er Jahren (damals noch als „Zeltbühne“) vor allem ein Forum für Regionalbands und Newcomer, ist längst eine echte „Alternastage“, wie so was bei anderen Festivals heißt. Also eine echte Alternative zum prominent besetzten Geschehen vorm Hügel. Wer Entdeckungen machen will, ist hier goldrichtig: Hier spielten Acts wie Kofelgschroa oder Mighty Oaks, bevor deren Hype richtig los ging. In diesem Jahr darf man sich beispielsweise auf Me + Marie (Sonntag, 19.45 Uhr) freuen, ein Duo mit hypnotisierend rauem Bluesrock, oder auf das abgefahrene Tiroler Trio „Mother’s Cake“ (Samstag, 18.30 Uhr), das als „Österreichs dreckigste Rockband“ gilt. EUROPA ZU GAST Beide Bands stehen zudem für die europäische Vernetzung der Festivalszene: Sie gehören zum Förderprogramm „ETEP“, kurz für: European Talents Exchange Program, dem „Das NAH DRAN AN DEN ACTS: Bei der Feldbühne geht es deutlich familiärer zu als im Trubel am Hügel. Foto: Jüttner Rauen Bluesrock bringen „Me + Marie“ zu Gehör. Foto: Hellwig


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