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18 FEST-MAGAZIN ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG silien bunte Farbakzente. Es ist der Platz der „Hügelhelden“, allesamt langjährige „Fest“-Besucher. Sie nehmen hier Jahr für Jahr auf den extra präparierten Sitzplätzen Platz und genießen den „Fest“-Trubel entspannt zurückgelehnt – ein Privileg, dass sich �� Sie sind fester Bestandteil der Festival Kulisse: Die rund 40 weißen Stühle mit hinten abgesägten Stuhlbeinen, die an der Spitze des Mount Klotz thronen. Darüber wehen stets viele badische Flaggen, dazwischen setzen Exoten wie Hamburg und Bra- 2015 hat sich der Veranstalter bereits im März mit uns getroffen, um zu klären, ob die Stühle im Fall einer Not-Evakuation ein Problem darstellen würden. Wir haben dann aber bei einem gemeinsamen Treffen gezeigt, dass wir innerhalb von Sekunden die Plätze zusammenräumen können und problemlos Rettungsgassen freilassen können“. Die meisten der „Hügelgang“ verfügten über jahrzehntelange Festivalerfahrung, das sei auf jeden Fall ein Vorteil, ist sich Schäfer sicher. Junge wie Ältere, Karlsruher und Weitgereiste gehören zur Gruppe. Beim starken Wind müssen die Angehörigen der ,Hügelgang“ ab und zu mal einem Stuhl ein paar Meter den Hang hinunter nachjagen. Mancher kämpft beim Hissen seiner Fahne gegen den Wind an. Doch die Alteingesessenen nehmen solche Wetter-Sperenzchen entspannt. bba/dms Modifizierte Fassung eines Internet Berichts von 2016. Online mit Video: https://bnn.de/10022 so mancher Besucher nach einem durchtanzten Tag sicher auch wünschen würde. Mittlerweile gibt es allerdings genaue Kontrollen: „Nur mit dem offiziellen ,Das Fest’-Aufkleber konnten wir unsere Stühle mit reinbringen, die Zahl ist begrenzt“, erklärt Volker Schäfer am „Fest“-Samstag 2016. Er ist um 13 Uhr einer der ersten der Fahnenträger, die auf der Hügelspitze eintreffen. „Als Gruppe sorgt die ,Hügelgang’, wie wir uns nennen, immer wieder für unwahrscheinlich gute Stimmung“, findet der Hohenwettersbacher, der seit 1985 zum Fest kommt, aber „erst“ seit 15 Jahren zu den Fahnenträgern gehört. Seine besondere Dreifach-Fahne sticht unter den anderen deutlich hervor: „Die kleine haben meine Frau und Tochter für mich gemalt, darüber wehen, etwas größer, die offizielle ,Fest’-Fahne und die badische Flagge.“ Dass 2016 besondere Vorkehrungen für die Sicherheit getroffen wurden, dafür hat der 55-Jährige Verständnis: „Nach dem Unwetter FRÜHER AUFBAU: Die „Hügelgang“ gehört zu den ersten Besuchern. Foto: Schäfer Hoch die Flaggen! MARKENZEICHEN: Die Veteranen des Hügels Gerades Sitzen dank schräger Beine: die Stühle der „Hügelgang“. Foto: Schäfer Besser geht’s immer INNOVATIONEN: Jedes Jahr gibt es „Feintuning“ �� Fahrradparkplätze? Im Ernst? Aber ja: Wo so viele Drahtesel zusammenkommen wie beim „Fest“, da kann ein anständiger Corral (Westernfreunde kennen dieses Gehege für Pferdeherden) nicht schaden. Markus Wiersch, stellvertretender Geschäftsführer der Karlsruher Event GmbH und beim „Fest“ vor allem zuständig für Sicherheits- und Logistikfragen, hat mit seinem Team die Fahrradparkplätze vor einem Jahr eingeführt. „Das passt zur Entwicklung der urbanen Mobilität“, sagt Wiersch. „So etwas wird zunehmend zum Standard werden.“ Seit dem „Fest“ im vergangenen Jahr wurde dieses Konzept auch innerstädtisch schon einmal eingesetzt, nämlich beim Baden-Württemberg- Tag der Heimattage vor dem Karlsruher Schloss. Ohnehin befruchten sich in die Riege der Pioniere gespielt hat. So wurde das Sicherheitskonzept, zu dem die „Ampel“ an der Hauptbühne und die Kommunikation der Fluchtwege per Videowall gehören, auch schon von Vertretern anderer Festivals vor Ort begutachtet. ja schon Bühnen, die komplett mit LED eingekleidet sind.“ Da sei es natürlich auch reizvoll, von Anfang an mit dabei zu sein – zumal sich „Das Fest“ durch seine Tradition, jährlich an Stellschrauben zu drehen und das „Feintuning“ zu verbessern, ohnehin die Karlsruher Großveranstaltungen wechselseitig, schließlich profitieren die „Fest“-Veranstalter nach wie vor vom großen Netzwerk freiwilliger Helfer, auch bekannt als „Volunteers“, das sich 2015 bei den Feiern zum Stadtgeburtstag gebildet hat. Verglichen mit der Einführung der Hauptbühnen-Absperrung 2010 sind es eher kleine Innovationen, die alljährlich hinzukommen – hier die Fahrradparkplätze, dort solarbetriebene LED-Leuchten an Bauzäunen, um Hinweisschilder auch nachts noch lesbar zu machen. „Gerade im Beleuchtungsbereich entwickelt sich derzeit sehr viel, was für die Musikindustrie und den Festivalbetrieb interessant ist“, erklärt Wiersch. „In Sachen Videowalls und Bühnenbeleuchtung wird sich in den nächsten Jahren sicher viel tun – es gibt jetzt ja Ade, wildes Parken: Seit 2016 gibt es beim „Fest“genau definierte Fahrradparkplätze. Klingt spießig, ist aber hilfreich. Foto: Hora


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