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4 Das Sparkassen-Journal Ihrer Sparkasse Karlsruhe In Zeiten niedriger Zinsen auf die Vermögensstruktur achten! Seit Guthabenzinsen so spärlich zu finden sind wie echte Trüffel, suchen immer mehr Sparer nach – teilweise recht ausgefallenen – Alternativen. �� Ob schottischer Whisky, sportliche Oldtimer oder handgefertigte Uhren, die Möglichkeiten in scheinbar attraktive Sachwerte zu investieren sind dabei vielfältig. Wer ein gutes Näschen hat und den richtigen Jahrgang oder Modelltyp ersteht, kann mit dieser Investition über die Jahre eine anschauliche Wertsteigerung erzielen. Ähnlich sieht es im Idealfall bei anderen Sachwerten wie Immobilien, Edelmetallen oder Kunstwerken aus. Auch diese haben sich im vergangenen Jahrhundert als ziemlich widerstandsfähig gegenüber Inflation und Währungsrisiken gezeigt. Angesichts dieser Entwicklung stellt sich die Frage: Haben klassische Sparformen ausgedient? „Nein, aber wenn es um die langfristige Anlage geht, dann sind in der momentanen Situation sicherlich Investitionen in Sachwerte wie zum Beispiel Aktien zu empfehlen“, sagt Lutz Boden, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Karlsruhe. „Allerdings macht es keinen Sinn, den nächstbesten Oldtimer oder eine besondere alte Münze zu erwerben, nur weil er einzigartig aussieht bzw. sie einen besonderen Glanz hat“, warnt Lutz Boden, „denn ohne Fachwissen oder Expertise, kann sich der vermeintliche Glücksgriff später zum folgenschweren Ladenhüter entwickeln.“ „Die maßgeschneiderte Anlagestrategie“. Bevor man sich daher mit einer Investition in solche exotischen Sachwerte beschäftigt, sollte zuerst anhand der zukünftigen finanziellen Bedürfnisse eine Basis in Form einer grundsätzlichen Anlagestrategie festgelegt werden. Ein ausgeklügeltes Beratungskonzept, das eine strukturierte Vorgehensweise beim jeweiligen Kundengespräch ermöglicht, so Lutz Boden, ist dabei unerlässlich. Denn eine ganzheitliche, individuelle und maßgeschneiderte Anlageberatung, die sich an den Wünschen des einzelnen Kunden orientiert, hilft mögliche Risiken einzuschränken und Lösungen aufzuzeigen. Im Vordergrund steht dabei immer eine bedürfnisorientierte, individuelle Beratung und nicht der schnelle Produktabschluss. Um eine persönliche Ausrichtung zu erzielen, sollte der Kunde beim Beratungsgespräch so genau wie möglich seine finanzielle Lebenssituation und seine Anlageziele schildern. All diese Informationen zusammenzutragen, benötigt Zeit, aber sie sind die Basis für zukünftige Planungen. Insofern – nehmen Sie sich die Zeit! Wer sich einmal die Mühe macht und zusammen mit seinem Berater eine Strategie erarbeitet, ist auf lange Sicht gut aufgestellt. Diese Struktur sollte dann – ähnlich einem Check-up – in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Außerdem gilt: Nur keine Angst! Wenn man ein paar Grundregeln beherzigt, ist das Thema Geldanlage gar nicht so kompliziert. Wie genau die Vermögensplanung aussehen sollte, ist individuell zu entscheiden. Eine Berufsanfängerin hat schließlich ganz andere Bedürfnisse als ein Familienvater. Analyse Ihrer Vermögensstruktur. Zunächst sollte insofern immer eine Analyse der persönlichen Vermögensstruktur erfolgen. Dazu gehört, die laufenden Einnahmen und Ausgaben wie auch die Verbindlichkeiten dem vorhandenen Vermögen gegenüberzustellen. Dann sollten die Ziele definiert werden, warum beziehungsweise wofür Vermögen aufgebaut werden soll. „Je genauer sich der Anleger über seine Ziele im Klaren ist, desto besser können die Instrumente und die Anlagearten definiert werden, die bei der Verfolgung des Ziels unterstützen“, sagt Lutz Boden. Anleger sollten allerdings beachten, dass die jeweiligen Investitionen Wertschwankungen unterliegen können, die sich gegebenenfalls negativ auf den Anlageklassen: Die richtige Streuung macht’s. Hinweis: Näheres zu den Risiken der verschiedenen Anlageklassen erfahren Sie bei Ihrem Berater in der Sparkasse. Wert der Anlage auswirken könnten.


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