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ANGST VOR SPRITZEN – WEGSCHAUEN IST DIE LÖSUNG Berufsfachschule für Kosmetikfachkräfte Karlsruhe 16 | GESUNDHEIT STAATLICH ANERKANNTE ERGÄNZUNGSSCHULE Unsere Aus- und Weiterbildungen: �� Staatlich anerkannte Kosmetikfachkraft (Tag- und Abendschule ab Sept�� 2017) �� Kombinierte Ausbildung mit 4 Abschlüssen mit CIDESCO Beauty/SPA �� Make-up Artist ab 16.9.2017 �� Nagelmodellage 23. & 24.6.17 �� Professionelle Fußpflege ab September 2017 �� und vieles mehr… Anmeldung unter: Kosmetikakademie Karlsruhe GmbH Röntgenstraße 8, 76133 Karlsruhe www.kosmetikakademie-karlsruhe.de Tel. 0721/28143 E-Mail: info@kosmetikakademie-karlsruhe.de ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Nicht hinschauen – dann tut es auch nicht weh! © Dmitry Lobanov / Adobe Stock DIE GROSSE ANGST VORM KLEINEN PIKS Die visuelle Wahrnehmung beeinflusst das individuelle Schmerzempfinden, wenn der Arzt die Spritze setzt Der oft gehörte probate Rat, einfach nicht hinzuschauen, wenn der Arzt die Spritze setzt, ist jetzt von deutschen Wissenschaftlern in einer Studie bestätigt worden. Sie fanden heraus, dass Schmerzen tatsächlich eng mit der visuellen Wahrnehmung zusammenhängen. Ob Impfung oder Blutentnahme – für viele ist diese Prozedur Ablenkung ist das „A und O“ ein Graus, und ein guter Arzt wird den Patienten ablenken und empfehlen, im entscheidenden Moment wegzusehen. Marion Höfle und ihr Team vom Institut für Neurophysiologie und Pathophysiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf erdachten sich dazu eine Versuchsanordnung, bei der Probanden ihre Hand unter einen Bildschirms postieren mussten, auf dem in Videoclips eine (fremde) Hand zu sehen war, die entweder Nadelstiche erhielt oder sanft mit einem Wattestäbchen berührt wurde bzw. ohne jede Instrumente zu sehen war. Durch die Clips entstand der Eindruck, dass die gezeigte Hand die eigene sei. Parallel zu den gezeigten Videos erhielten die Versuchsteilnehmer in die (verdeckte) eigene Hand schmerzlose oder schmerzhafte Elektrostöße. Ergebnis: Je nachdem, was den Probanden gezeigt wurde, beeinflusste dies die subjektive Schmerzwahrnehmung entscheidend und löste negative Erwartungshaltungen aus. Wenn die Teilnehmer zusahen, wie im Video gleichzeitig die Nadel oder auch das Wattestäbchen die virtuelle Hand berührte, wurden die Stromstöße als intensiver und unangenehmer empfunden, als wenn nur die bloße Hand in dem Clip zu sehen war. Dabei wurde das subjektive Empfinden der Probanden an Reaktionen der Pupillen gemessen. Auch eine negative Erwartungshaltung beeinflusste die Schmerzintensität: Wenn den Teilnehmern gesagt wurde, dass es gleich weh tun würde, empfanden sie tatsächlich einen größeren Schmerz als ohne die Ankündigung. Als Folge aus den Experimenten empfehlen Höfle und ihre Kollegen Patienten, einfach wegzuschauen. Außerdem sei es nützlich. Wenn Ärzte ihre Patienten durch gutes Zureden von einer negativen Erwartungshaltung abbringen. dgk WBIUSSCEHNTSIPWPESRTES Die irrationale Angst vor Injektionen wird in der Fachsprache übrigens als Trypanophobie bezeichnet. Diese wird weiter differenziert: In die Belonophobie (Angst vor Nadeln), die Aichmophobie (Angst vor spitzen Gegenständen) und die Vaccinophobie (Angst vor Impfungen).


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