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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG WEIHNACHTEN MIT LECKEREN ZUTATEN 7 ladenkonsum mit einer besseren kognitiven Funktion verbunden ist“. Schokolade könnte sogar helfen, uns vor dem normalen kognitiven Verfall zu schützen, vermuten die Wissenschaftler. 4 SKLAVEN FÜR 400 BOHNEN Doch trotz all dieser gesundheitsfördernden Effekte und der wissenschaftlichen Verheißungen sollte man den Genuss nicht übertreiben, schließlich enthält eine Tafel satte 500 Kilokalorien, also ein Viertel unseres täglichen Energiebedarfs von etwa 2 000 Kalorien. Wer demnächst in ein leckeres Stück Schokolade beißt, sollte beim Genießen vielleicht einmal bedenken, dass für 500 Gramm Schokolade rund 400 Kakaobohnen benötigt werden und ein Baum jährlich etwa 20 bis 30 Früchte trägt. Für 400 Kakaobohnen hätte der Aztekenkönig Montezuma II. übrigens vier gute Sklaven bekommen. Zu seiner Zeit dienten die Bohnen auch als Zahlungsmittel.Bernd Lepsy Braunes Gold der Azteken „Xocolatl“ wurde vor 3 500 Jahren von Indianervölkern zunächst als Getränk genossen Lecker! Schokolade, hier gefüllte von Milka. Foto: lep Kakaoernte in Südamerika. Foto: PixieMe /Fotolia.com MITTEL GEGEN HERZSCHMERZ … Man konnte sie in Apotheken und Kolonialwarenläden kaufen. Weite Kreise kamen nun auf den Geschmack der Trinkschokolade, vor allem auch, weil man sie geschmacklich inzwischen wesentlich verfeinert hatte. Kakao und Schokolade gewannen sowohl als Lebensmittel als auch als Medizin immer mehr Bedeutung. Schokolade wurde als kräftigend, leicht verdaulich und nicht zuletzt als Aphrodisiakum empfohlen. Noch bis ins 19. Jahrhundert führten Apotheken Schokolade als „Kräftigungsmittel“. Schon damals glaubte man, dass Schokolade gegen Melancholie und Herzschmerz hilft. … UND GUT FÜRS GEHIRN „Schokolade ist gesund“, sagte der französische Gastronom Brillat-Severin im 19. Jahrhundert und empfahl sie in seinen Werken als Mittel gegen Müdigkeit, gegen Kater, um Fieber zu senken, bei Kindern Durchfall zu behandeln oder die Produktion von Muttermilch zu erhöhen. Und das alles lange bevor Wissenschaftler die Qualitäten der Schokolade herausfanden und bestätigten. Viele positive Inhaltstoffe, die für Herz und Gefäße nützlich sind, enthält danach die dunkle Schokolade, unter anderem sogenannte Flavanole, die Blutgefäße elastischer machen und leicht blutdrucksenkend wirken. Was bei der Schokolade noch ins Gewicht fällt, sind Bestandteile wie reichlich Magnesium, Eisen und Kalzium. Auch Beta-Karotin, die Vitamine E, B1, B2 sowie Niacin und geringe Mengen Koffein stecken in der Schokolade. Ein internationales Forscherteam hat jüngst herausgefunden, dass „regelmäßiger Schokoschrieb. Dem konnte Friedrich der Große ganz und gar nichts abgewinnen, er verpönte den Kakao als „höchst überflüssiges exotisches Produkt“. Sein Zeitgenosse Voltaire dagegen soll als Elixier zwölf Tassen am Tag getrunken haben. Auch der aztekische König Montezuma soll kakaohaltige Getränke in großer Menge zu sich genommen haben. Die Vorurteile gegen das damals noch ziemlich unbekannte Getränk, ein bitteres Gebräu aus zerstoßenen Kakaobohnen, Gewürzen wie Pfeffer und Vanille sowie Wasser gipfelte darin, dass die Kakaobohnen bestenfalls als Schweinefutter taugten. SÜSS MUSS SIE SEIN Gesüßte und daher geschmacklich gefällige Trinkschokolade kam zuerst, weil Kakao, Honig oder Rohrzucker sehr teuer waren, an den europäischen Höfen und in wohlhabenden Kreisen in Mode. Nachdem im 18./19. Jahrhundert größere Mengen von Kakaobohnen in der Hansestadt Bremen gehandelt, die hydraulische Pressung des Kakaos und die Vermahlung zu Pulver erfunden worden waren, trat die Schokolade ihren Siegeszug an. Die Schokolade in Form von Tafeln, Schokoriegeln, Hohlkörperfiguren oder Pralinen, wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Ihre Erfolgsgeschichte begann indes schon vor ungefähr 3 500 Jahren, als die Olmeken, ein Indianervolk aus dem Tiefland der mexikanischen Golfküste, den Kakaobaum als „Speise der Götter“ für sich entdeckten. Um 600 n. Chr. kultivierten dann die Maya den Kakaobaum. Sie konsumierten die Schokolade in flüssiger Form. Das Getränk bestand aus einer Mischung von Wasser, Kakao, Vanille und Cayennepfeffer und wurde mit einem Holzquirl schaumig aufgeschlagen. Die Azteken gaben ihm den Namen Xocolatl, was „bitteres Wasser“ oder „Kakaowasser“ bedeutet. Davon leitet sich das Wort Schokolade ab. WEITER WEG ZUM ERFOLG Bis zur Schokolade in fester Form war es allerdings noch ein weiter Weg. Kolumbus hatte die ersten Kakaobohnen aus Amerika mitgebracht, ohne dass man damals groß etwas damit anfangen konnte. Als dann der spanische Eroberer Hernando Cortez das „braune Gold der Azteken“, wie er es bezeichnete, 1528 nach Europa brachte, änderte sich das allmählich. Zunächst allerdings war die Schokolade unverarbeitet kein Genuss. Erst als man Honig oder Rohrzucker hinzufügte, setzte sich das Getränk nach und nach durch. Schon 1544 kreierte man Schokolade am spanischen Hof, aber erst über 100 Jahre später eröffnete das erste Schokoladencafé in London und 1673 wurde in Bremen erstmals öffentlich Schokolade ausgeschenkt. Der schwedische Naturforscher Karl von Linné verlieh dem Kakao den Namen „Götterspeise“, als er die Pflanze Ende des 18. Jahrhunderts untersuchte und ausführlich be-


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