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6 WEIHNACHTEN MIT ZUTATEN IM WANDEL ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Am Ende des alten Jahres wünschen wir Apfel-Karriere Vom Obstbaum an den Weihnachtsbaum und in Glas kopiert Einträchtig nebeneinander am Baum hängen hier die glänzende rote Christbaumkugel aus Glas und ihr leuchtend rotes Vorbild aus der Natur, die „Rote Sternrenette“. Foto: lep und danken für Ihr Vertrauen. Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr Westliche 275 · Marktplatz Brötzingen · 75172 Pforzheim Telefon 0 72 31 / 45 33 60 · www.staib-dessous.de Hemmi’s Schnitzelstube Am Bühlwald 2 · 75249 Kieselbronn Mobil 01 76 / 31 19 37 78 Hemmi’s Schnitzelstube Felix-Wankel-Straße 1 · 75210 Keltern Telefon 0 72 36 / 98 10 70 Gasthaus Rössle Lange Straße 41 76307 Karlsbad-Ittersbach Telefon 0 72 48 / 92 50 31 www.hemmis.net Sie planen Ihre Weihnachtsfeier? Dann sind Sie bei uns richtig! Speisen für jeden Geschmack, aus gutbürgerlicher Küche. Uriges Ambiente, einfach super. Wir gehen gerne auf Ihre Wünsche ein, einfach vorbeikommen oder anrufen. Jahresende ist Zeit zum Innehalten und Danke sagen. Im Namen des ganzen Teams wünschen wir Ihnen ein erfülltes und gesundes Jahr. Wir sind auch im kommenden Jahr sehr gerne für Sie da. Ihr gel. Der gläserne Christbaumschmuck wurde seit der Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem durch Heimarbeiter in Thüringen angefertigt. Einer Legende nach stammt die Idee, farbige Kugeln aus Glas für den Christbaum herzustellen, von einem armen Lauschaer Glasbläser, der sich im Jahr 1847 die teuren Walnüsse und Äpfel als Schmuck für den Weihnachtsbaum nicht leisten konnte. Er hatte aber noch Glas und so formte er daraus Äpfel und Nüsse. Einer anderen Legende nach sollen die Glasbläser des Vogesen-Dörf- Der Brauch, den Weihnachtsbaum mit silbernen oder farbigen Glaskugeln zu schmücken, ist noch keine 180 Jahre alt. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hängte man neben Nüssen, Gebäck und Papierblumen ganz besondere Äpfel als Schmuck an den Weihnachtsbaum. Volkskundler erklären das damit, dass ein Zusammenhang zwischen der alten heidnischen Bedeutung des Weihnachtsfestes als Fest der Fruchtbarkeit und dem Beginn des neuen Sonnenjahres besteht. Die immergrüne Tanne war Sinnbild für das Leben, der Apfel Symbol der Fruchtbarkeit. Mit beiden beging man die Wintersonnenwende in der Hoffnung auf eine gute Ernte im neuen Jahr. SPECK SORGTE FÜR GLANZ Als der klassische Weihnachtsapfel gilt die Rote Sternrenette, ein mittelgroßer, plattrunder, leuchtend kirschroter Tafelapfel mit hellen, Punkten, die wie Sterne aussehen. Eine Augenweide schon in Natur, wurde er, damit er schön glänzt, mit Speckschwarte eingerieben und auf Hochglanz poliert. Dann hängte man die Äpfel mit einem Bindfaden an den Tannenbaum. In einem um 1900 erschienenen Handbuch zu Deutschlands Obstsorten ist zu diesem Apfel zu lesen: „Im Advent bildet die Rote Sternrenette eine Tafelzierde ersten Ranges.“ Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein hat diese Apfelsorte – auch heute noch in den meisten größeren Baumschulen erhältlich – in fast keinem Bauergarten und keiner Streuobstwiese gefehlt, eigens gepflanzt für die Weihnachtszeit. Sehr wahrscheinlich hat dieser Apfel Pate gestanden bei der Entstehung der gläsernen Christbaumkuwar im Zuge der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert auch die Zeit reif für Baumschmuck, den man wiederverwenden konnte. VERSPIEGELUNG VON INNEN Der gläserne Christbaumschmuck wurde seit der Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem durch Heimarbeiter im thüringischen Lauscha, angefertigt. Von dort soll noch das Auftragsbuch eines Glasbläsers von 1848 erhalten sein, in dem zum ersten Mal die Bestellung von sechs Dutzend Weihnachtskugeln in verschiedenen Größen vermerkt ist. Anfangs nutzten die Glasbläser zur Verspiegelung der Glasoberflächen Quecksilber. Diese gesundheitsschädliche Belastung entfiel, nachdem der deutsche Chemiker Justus von Liebig 1870 eine Methode gefunden hatte, Glas und Glaskörper von innen mit ungefährlichem Silbernitrat zu verspiegeln. Dem genialen Wissenschaftler und Universitätsprofessor verdanken wir übrigens unter anderem auch den Phosphatdünger, das Backpulver und auch die Babynahrung. Die Massenfertigung dieses neuen Baumschmucks wurde durch den Bau einer Gasanstalt im Jahr 1867 in Lauscha ermöglicht. Nur einige Jahre später liefen in Thüringen Herstellung und Handel mit den Glaskugeln in großem Stil. Um 1880 importierte der US-Amerikaner Frank Winfield Woolworth die ersten Christbaumkugeln in die USA. Inzwischen hatten sich zu den Kugeln zahlreiche andere Formen gesellt, Trompeten, Glocken, Weihnachtsmänner, Engel oder Sterne. Und auch beim Silber blieb es nicht. Zu den traditionellen Tönungen Silber, Rot und Gold sind heute Modefarben gekommen. In der Glasbläserstadt Lauscha und deren Umgebung wird der gläserne Christbaumschmuck heute noch in traditioneller Handarbeit von etwa 20 Betrieben hergestellt. Dabei werden Qualität und Innovation als Garanten gesehen, gegen Billiglohnländer zu bestehen. Bernd Lepsy chens Meisenthal, als es wegen einer Missernte im Jahr 1858 kaum Äpfel gab, die Idee gehabt haben, anstelle richtiger Äpfel den Weihnachtsbaum mit selbstgeblasenen Äpfeln aus Glas zu schmücken. Der Brauch setzte sich im ganzen Elsass durch. Und als nach dem Krieg von 1870 viele Elsässer emigrierten, nahmen sie ihren Brauch in alle Welt mit. Möglich ist es, dass einfach mehrere Glasbläser unabhängig voneinander die Idee hatten, den Baumschmuck aus Essbarem mit Glasschmuck aufzupeppen. Letztendlich


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