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4 WEIHNACHTEN MIT LECKEREN ZUTATEN ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Weltruhm für Dominostein Süße Schicht-Kreation des Chocolatiers Herbert Wendler feiert in diesem Jahr 80. Geburtstag Produktionsgeheimnisse Pulsnitzer Pfefferküchler mit dem Erfahrungsschatz seinem Wissen und Können als Schokolatier“, seiner „Erfindung“, die Wendler vor nunmehr 80 Jahren machte. Weshalb das Naschwerk ausgerechnet den Namen Dominostein erhielt, weiß heute niemand mehr so genau. Man ist auf Vermutungen angewiesen. die Süßwarenfabrik von Herbert Wendler 1999 nach dessen Tod übernahm, Zeitgeist geschuldet sei. „In den 1920er und 1930er Jahren herrschte der Bauhausstil vor, also eine Kastenarchitektur nimmt auf das uralte Dominospiel mit den 28 dunklen Täfelchen und deren helleren Schicht, auf der sich die verschiedenen Zahlenpaare befinden. Mehr Infos unter: www.siloah.de REZEPT FÜR DOMINOSTEINE Wir wünschen unseren Bewohnern, Angehörigen und Partnern, die uns bei unseren vielfältigen Angeboten unterstützen, ein besinnliches Weihnachtsfest, Gottes Segen und alles Gute für das Jahr 2017. deutscher Zuckerbäcker und heißt es in einer Würdigung Claudia Heller, Marketingreferentin der Dresdner Firma Dr. Quendt, die meint, dass es dem damaligen mit würfel- oder kubischen Formen und Flachdach.“ Es gibt noch einen weiteren plausiblen Deutungsversuch, der Bezug Stapelt man ein paar von diesen Dominosteinen übereinander, Betriebsferien: 23. 12. 16 – 7. 1. 2017 Wenn man dem Volksmund glauben darf, macht Not erfinderisch. Nun, Not musste der Chocolatier Herbert Wendler aus Dresden (1912–1998) nicht gerade leiden. Nach seiner Lehre in der renommierten Schokoladenfabrik Riedel & Engelmann hatte er als 21-Jähriger 1933 eine eigene Pralinenmanufaktur gegründet. Sie befand sich bis zur Zerstörung Dresdens in der Rosenstraße 39, später in Radebeul, bevor sie ihren endgültigen Firmensitz in den Räumen des früheren Ballsaales „Alberthöhe“ bezog. Dort produzierte die Süßwarenfabrik Herbert Wendler KG ab 1953 ihre Dominosteine. Wendlers süße Kreationen, feinste Pralinen, kunstvolle Marzipanfrüchte und zarte Baumkuchenspitzen, waren in vieler, doch nicht in aller Munde. Das sollte sich ändern, nahm er sich vor. Hinzu kam, dass Experimentierfreude im Berufsstand eines Chocolatiers unabdingbar ist. Mag sein, dass Wendler sich auch an die alte Kaufmannsgepflogenheit erinnerte, für jeden Geldbeutel etwas zu bieten. Vielleicht hat er auch beobachtet, wie sich so mancher Mitbürger an seinem Schaufenster die Nase platt drückte und sich die feinen Pralinen trotzdem nicht leisten konnte. Sei es wie es sei, Wendler trieb nicht Not an, er sah aber die Notwendigkeit, breiteren Schichten etwas zu kreieren, das mundgerecht wie eine Praline ist, lecker wie diese und trotzdem erschwinglich für jedermann. Nach vielen Degustationstests wurde 1936 als gelungenste Kreation eine Schichtpraline aus der Taufe gehoben, der Dominostein. „Dabei verknüpfte er gekonnt jahrhundertealte kann man durchaus eine Ähnlichkeit mit Wendlers Dominosteinen erkennen. Vielleicht ist der Name auch ganz einfach abgeleitet von dem lateinischen Wort „domus“, das Haus, das ja auch in Würfel- oder Quaderform daherkommt. Mit etwas mehr blühender Fantasie kann man auch sinnieren, der Name habe etwas zu tun mit dem Dominoeffekt: Den ersten Stein einmal angeschubst, wird der Weg frei für einen umwerfenden Gaumenschmaus. Herbert Wendler komponierte dieses Backwerk aus Lebkuchenschicht mit Fruchtgelee und Marzipan gefüllt und beschreibt es so: „Man nehme würzigen Lebkuchen, trage fruchtiges Sauerkirschgelee und eine Schicht angenehm schmeckendes Marzipan auf und überziehe alles mit feiner Zartbitterschokolade – und fertig ist der Domino-Stein.“ Es gibt auch billigere Varianten, die statt Marzipan den Rohstoff Persipan verwenden. Der wird nicht wie bei der Marzipan aus Mandeln, sondern aus den Kernen von Aprikosen und Pfirsichen gewonnen. Als im Zweiten Weltkrieg die Süßwarenbranche unter immer knapper werdenden Zutaten litt, forcierte das den Siegeszug für Wendlers Dominostein, der damals auch als „Notpraline“ bezeichnet wurde. Heute hat der leckere Quader weltweit unzählige Liebhaber und ist aus den Auslagen der einschlägigen Geschäfte nicht mehr wegzudenken. Die Firma von Herbert Wendler wurde 1972 wie viele Privatbetriebe verstaatlicht. Nach 1990 wurde sie wieder privatisiert und stellte bis zu ihrer Insolvenz 1996 Dominosteine Lebkuchen, Sauerkirschgelee plus Marzipan, überzogen mit Zartbitterschokolade – fertig ist die „Notpraline“ Dominostein. ZUTATEN �� Für den Teig: 300 g Honig, 50 g Zucker, 50 g Butter, 2 Eier, 1 Messerspitze gemahlene Nelken, 1/2 TL Zimt, 1 Messerspitze gemahlener Kardamom, 400 g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 3 EL Kakao, Butter für das Backblech �� Für die Füllung: 200 g Marzipanrohmasse, 500 g Kirsch- oder Johannisbeergelee, 2 EL Rum �� Für den Guss: 500 g Puderzucker, 3 EL Kakao, 50 g Kokosfett HERSTELLUNG Für den Teig in einem Topf Honig, Zucker und Butter langsam erwärmen und dann in einer Schüssel auskühlen lassen. Eier, Nelken, Zimt und Kardamom einrühren. Mehl, Backpulver und Kakao vermischen und auf die Masse sieben. Alles gut vermischen. Ein Backblech ausbuttern und die Masse darauf geben. Im vorgeheizten Backofen bei 180˚ Celsius 20 Minuten backen. Herausnehmen und auskühlen lassen. In Quadrate von circa 2,5 Zentimeter schneiden und quer durchschneiden. Für die Füllung das Marzipan ausrollen, ebenfalls in Quadrate der gleichen Größe schneiden, auf die Teighälften legen, das mit Rum verrührte Gelee darauf geben und die Quadrate wieder zusammensetzen. Für den Guss Puderzucker und Kakao in 6 – 8 EL Wasser glatt rühren. Die Masse muss dickflüssig sein. Das Kokosfett zerlassen und unterrühren. Die Quadrate damit oben und an den vier Seitenflächen bestreichen. lep


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