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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG WEIHNACHTEN MIT BEKANNTEN LIEDERN 3 Ein Blick dahinter Bekannte Weihnachtslieder und ihre Entstehungsgeschichten es auch noch zu Pfingsten und zu Ostern gesungen werden konnte. Bis heute ist „O du fröhliche“ in der 1826 erfolgten Bearbeitung von Heinrich Holzschuher, einem Mitarbeiter Falks, eines der populärsten Weihnachtslieder. Dieses Attribut verdient auch das Lied „O Tannenbaum“, das ursprünglich gar nichts mit Weihnachten zu tun hatte. Wer einmal das „Allgemeine Deutsche Kommersbuch“, das 1858 erstmals erschien und inzwischen seine 166. Auflage erreichte, aufschlägt, wird das Lied dort finden als tragisches Liebeslied, das der Prediger, Pädagoge und Volksliedsammler August Zarnack (1777 – 1827) nach einem Volkslied aus dem 16. Jahrhundert dichtete. In der ersten Strophe wird der beständig grüne Tannenbaum besungen als sinnbildlicher Gegensatz zu einer untreuen Geliebten, über die es in der zweiten Strohe heißt: „O Mägdelein, o Mägdelein, wie falsch ist dein Gemüte“. Zum Weihnachtslied wurde „O Tannenbaum“, nachdem der Suhler Lehrer, Lyriker und Komponist Ernst Anschütz 1824 die erste Strophe beibehielt und die restlichen drei durch zwei andere ersetzte, in denen nur noch vom Baum die Rede ist. Frohe Weihnachten www.stadtwerke-pforzheim.de Allen unseren Kunden, Freunden und Bekannten wünschen wir frohe Weihnachten und ein glückliches, erfolgreiches, neues Jahr! Elektro Gellert GmbH • Gebäudetechnik • Service und Kundendienst • / Installation • Datentechnik • • Zertifzierter Fachbetrieb Rauchmelder Vds 24 h Notdienst �� (01 51) 12 03 54 56 Pfälzerstraße 39 · 75177 Pforzheim · Telefon (0 72 31) 16 07-0 · www.elotec-pforzheim.de Martin Luther, der theologische Urheber der Reformation, findet derzeit viel Aufmerksamkeit. Weniger bekannt ist, dass Luther zu allen christlichen Festen Lieder geschaffen hat, insgesamt sollen es über 30 sein, darunter auch „Vom Himmel hoch, da komm’ ich her“. Luther dichtete es 1535 – wahrscheinlich für die Bescherung seiner Kinder. INTERESSANTE URSPRÜNGE Interessante Entstehungsgeschichten haben auch andere bekannte Weihnachtslieder eine. So auch das Lied „O du fröhliche“, das vor genau 200 Jahren entstand. Es stammt von Johannes Daniel Falk (1768 – 1826), der als „Weimarer Waisenvater“ in die Geschichte eingegangen ist. Diesen Ruf verdankte er seinem Einsatz für die unter den napoleonischen Kriegen leidenden Menschen, vor allem der Kinder, die zu Waisen wurden. 1813 gründete Falk zusammen mit Bürgern Weimars die „Gesellschaft der Freunde in der Not“, um in bürgerschaftlichem und christlichem Geist die Not zu lindern. Angetrieben wurde er dazu auch durch das Verlusterlebnis von vier seiner Kinder, die Opfer einer Typhus-Epidemie wurden. Falk richtete im Lutherhof ein Rettungshaus ein. Zu Weihnachten 1816 dichtete er für die Waisenkinder das Lied „Oh du fröhliche“ zu der Melodie eines alten sizilianischen Seemannsliedes, das Johann Gottfried Herder in seine Sammlung „Stimmen der Völker in Liedern“ aufgenommen hatte. Falk hatte mehrmals vergeblich versucht, Goethe zu bewegen, einen neuen Text darauf zu schreiben, nun gelang ihm der Wurf. Praktischerweise hatte Falk das Lied als „Allerdreifeiertagslied“ angelegt, so dass ������������������ ���������������������� ������������������ ������������ �� ���������� ������������������ �������������� ���������� ���������� �������������� ���������� ������������ ������������������������������������������ Bei unseren Kunden bedanken wir uns für das entgegengebrachte Vertrauen in diesem Jahr und wünschen frohe Festtage, Gesundheit und Glück im neuen Jahr! „STILLE NACHT“ IN DER WELT Eine geradezu filmreife Entstehungsgeschichte hat unser wohl bekanntestes Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“. Den Text schrieben die Österreicher, der katholische Pfarrer Joseph Mohr, die Melodie komponierte sein Freund, der Lehrer Franz Xaver Gruber. Alles geschah in Oberndorf im Salzburger Land am Heiligabend des Jahres 1818. Wenige Stunden später soll das Lied während der Mitternachtsmette von Mitgliedern einer bäuerlichen Sängergruppe in der Dorfkirche von Oberndorf „uraufgeführt“ worden sein. Anfang der 1830er Jahre gelangte das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ nach Leipzig. Begeistert aufgenommen und 1843 in dem Band „Musikalischer Hausfreund“ erschienen, trat es von dort aus seinen eigentlichen Siegeszug durch Deutschland und die ganze Welt an. Das innige Weihnachtslied wird in rund 200 Sprachen rund um den Globus gesungen. Am Ort seiner Welturaufführung, der Stelle, an der die ehemalige St.-Nikolaus-Kirche von Oberndorf stand, befindet sich heute die „Stille-Nacht-Gedächtnis-Kapelle“, zu der alljährlich zur Weihnachtszeit über 150 000 Besucher pilgern. Viele unserer Weihnachtslieder sind im 19. Jahrhundert entstanden. So etwa „Ihr Kinderlein kommet“, komponiert von dem Pfarrer und geistlichen Schriftsteller Christoph von Schmid. Er gilt als der erfolgreichste Jugendbuchautor seiner Zeit. „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ hat kein Geringerer als Heinrich Hoffmann von Fallersleben schon 1835 versprochen, und Versprechen muss man bekanntlich auch halten … Bernd Lepsy ULKIGE VARIANTEN Der hohe Bekanntheitsgrad und die einfache Weise dieses Liedes haben zu Verballhornungen motiviert. Die ulkige Schülervariante „O Tannenbaum, o Tannenbaum, der Lehrer hat mich blau gehauen.“ ist ein Beispiel. Zur Abdankung des letzten deutschen Kaisers 1918 hieß es: „O Tannenbaum, o Tannenbaum, der Kaiser hat in’ Sack gehau’n , er kauft sich einen Henkelmann und fängt bei Krupp in Essen an.“ Ernst Anschütz kreierte übrigens auch „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“, „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ und „Alle meine Entchen“. Ob unter südlicher Sonne oder im verschneiten Norden – gesungen wird zu Weihnachten überall, etwa Lieder aus diesem Buch vom Carus Verlag . Foto: lep


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