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20 WEIHNACHTEN MIT EINER GUTEN TASSE TEE ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Gasthaus Kanne Inhaber Heiner Lamprecht Steiner Straße 1, 75203 Königsbach Telefon: (0 72 32) 22 27 Wir wünschen unseren Gästen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr. Der Kandis ist schon drin, jetzt wird der Tee darübergegossen, und das viermal täglich. Dies soll der Grund sein, warum die Ostfriesen es beim Teekonsum an die Weltspitze schaffen. Foto: lep nien und Irland, wo nach Erhebungen des Deutschen Teeverbandes durchschnittlich 213, beziehungsweise 242 Liter getrunken werden, platziert. Auch solche „Tee-Länder“ wie Kuweit (295 Liter pro Person und Jahr), die Türkei (283 Liter), Afghanistan (279 Liter) oder Libyen (275 Liter) werden vom Ostfriesen-Volk abgehängt. Gesamt-Deutschland ist dabei allerdings weit abgeschlagen: Hierzulande lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch gerade einmal bei 28 Litern. Die Zahlen beziehen sich auf die Klassiker Schwarzund Grüntee. Ob heute noch wie früher gilt, dass weniger als drei Tassen Tee am Tag Die Ostfriesen sind Weltmeister. Nein, nein, das ist kein Neuzugang für die ohnehin schon randvolle Ostfriesen-Witzpalette, mit der diese Landsleute ja zu leben haben. Sie ertragen diese Witze indes mit einer Gemütsruhe, zu der ihnen sehr wahrscheinlich auch ihr Tee, eine starke ostfriesische Mischung, seit jeher verhilft. Dass die Ostfriesen leidenschaftliche Teetrinker sind, ist allgemein bekannt, dass sie aber mit ihren 300 Litern, die sie jährlich pro Person genießen, auch Weltmeister sind, weit weniger. Damit haben sich die Norddeutschen nicht nur deutlich vor den Teetrinkernationen Großbritanmisches Bier trinken oder Zitronenmelisse oder Petersilie aufbrühen, anstatt dem chinesischen Drachengift zu huldigen. Frustriert gab er dieses Vorhaben, das Steuerverschwendung verhindern sollte, schließlich auf. LEGENDE VON SHEN NUNG Die Geschichte des Tees soll in China begonnen haben: Einer Legende nach gilt der chinesische Kaiser Shen Nung (2 737 – 2 697 v. Chr.) als Entdecker des Teegeheimnisses. In China war es damals bereits üblich, das Trinkwasser abzukochen und mit pflanzlichen Zusätzen zu aromatisieren. Als sich der Kaiser unterwegs heißes Wasser kochen ließ, soll ihm der Wind ein wildwachsendes Teeblatt in die Tasse geweht haben. Wie von Zauberhand verfärbte sich das Wasser goldbraun und nahm einen angenehmen Duft an. Anschließend muss er wohl auch noch die aufmunternde Wirkung bemerkt haben, denn er war so begeistert, dass er den Strauch fortan kultivierte und das Getränk regelmäßig konsumierte. Ein schönes Teemärchen, das tatsächlich um 450 n. Chr. wahr wurde, indem buddhistische Mönche das Heißgetränk als konzentrationsförderndes Genuss- und Heilmittel in Massen verbreiteten. CHINA PRODUZIERT AM MEISTEN Apropos Massen: Weltweit werden heute fast 5,4 Millionen Tonnen Tee produziert, wobei China der größte Tee-Erzeuger der Welt ist, gefolgt von Indien und dahinter mit weitem Abstand Kenia, Sri Lanka, Vietnam und die Türkei. Anfang des 17. Jahrhunderts gelangte der Tee auf dem Seeweg von Japan und China nach Europa. Schon bald florierte der Teehandel in ganz Europa. 1743 wurde in Hannover das erste Teegeschäft Deutschlands eröffnet, das bis heute existiert. Bernd Lepsy „nicht ostfriesisch“ ist und ob derjenige Teilnehmer an einer nordischen Teerunde, der sich nicht mindestens drei Tassen einschenken lässt, als unhöflich gilt, mag dahingestellt bleiben, auf jeden Fall ist Tee in diesem Landstrich eine Weltanschauung, ja dieses Getränk wird sogar als Grundnahrungsmittel angesehen. ERST DER KANDIS, DANN … Der Teegenuss beginnt in Ostfriesland traditionell mit dem „Kluntje“, dem Kandiszucker, der zuerst in die Tasse gegeben wird. Dann wird der frisch aufgebrühte Tee darüber gegossen. Anschließend gibt man mit einem Rahmlöffel behutsam Sahne hinzu, so dass eine „Sahnewolke“ entstehen kann, eine „Wulkje“. Der Tee wird traditionell ohne Umrühren getrunken, wobei sich die Ostfriesen genussvoll Schicht für Schicht vorarbeiten. Sie genießen zuerst das herbe Aroma des starken nordostindischen Assam-Tees vom Tassenrand, dann den milchigen Teegeschmack der Tassenmitte und zum Schluss den süßen Bodensatz. Diese Abfolge rührt noch daher, dass man früher den teuren Kandis möglichst lange, über mehrere Tassen Tee hinweg, benutzen wollte. VIERMAL TÄGLICH „TEETIED“ Doch wie schaffen es die Ostfriesen nur, so viel Tee zu schlürfen? Ihr Geheimnis soll sein, dass sie viermal täglich ihre sogenannte „Teetied“ zelebrieren, frühmorgens, dann gegen 11 Uhr, nachmittags gegen 15 Uhr und dann noch einmal abends nach 20 Uhr. Diese traditionelle Teezeremonie ist bereits seit 400 Jahren als ein fester Bestandteil der ostfriesischen Kultur. Die Ostfriesen waren die ersten, die in Deutschland Tee tranken. Friedrich II. hat einige Jahre hartnäckig versucht, den Ostfriesen ihre Teeleidenschaft abzugewöhnen, sie sollten doch lieber einhei- Ostfriesen sind die Teetrinker Nr. 1 Mit 300 Litern pro Jahr und Kopf hängen sie alle anderen ab


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