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2 SCHÖNE WEIHNACHTEN ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Oratorienchor lädt zum Mitsingen in die Stadtkirche ein Bachs Weihnachtsoratorium am 3. Adventssamstag erstmals als Singalong / Am Sonntag Konzert in großer Besetzung Impressum Schöne Weihnachten – Eine Anzeigensonderveröffentlichung des Pforzheimer Kurier vom 9. Dezember 2016. Redaktion: Cora Jahn-Rosemann Anzeigenleitung: Ulf Spannagel das Vertrauen bei den Außenseitern der Gesellschaft, bei denen, die keinen guten Ruf und keinen hohen Stand besaßen. Da war er eigentlich „zu Hause“. Bei den Nürnberger Kriegsprozessen erschien als Zeuge ein Mann, der für längere Zeit in einem Grab des jüdischen Friedhofs in Vilnius/Litauen gelebt hatte. Es war das einzige Versteck, wo er leben konnte, nachdem er der Gaskammer entronnen war. In einem anderen Grab in der Nähe brachte eine junge Frau einen Sohn zur Welt. Der Mann half bei der Geburt. Als der Neugeborene den ersten Schrei ausstieß, betete der alte Mann: „Großer Gott, hast du endlich den Messias, den Retter zu uns gesandt? Denn wer anders als der Messias selbst könnte hier an diesem Ort geboren werden?“ DER WEG AUS DER DUNKELHEIT Diese Geschichte mit ihrer starken Symbolkraft ist für mich ein Bild für das Wunder der Geburt Jesu. Gott kommt in unsere zerrissene, friedlose Welt, in der wir verletzen und verletzt werden, in der wir uns sehnen nach Heil und Heilung, Ganzheit und Vergebung. Leid, Tod und Schuld sind nicht Endstationen unseres Lebens. In der Tiefe der Existenz begegnet uns Jesus Christus, Wahrheit in Person, jeder und jedem Einzelnen und der ganzen Welt. Er zieht uns in eine große Freude. Er zeigt uns Wege, wo nur noch dunkler Abgrund droht. Er zeigt uns unsere weltweite Verantwortung und weist uns an unseren Nächsten. Die Krippe in Bethlehem, der große Jubel der Engel und des gesamten Kosmos und Jesu Liebe Leserin, lieber Leser, viele Menschen heute empfinden die gegenwärtigen Entwicklungen in unserer Welt als unsicher. Welchen Weg schlägt Amerika ein mit seinem neuen Präsidenten? Wie sehen künftig unsere Beziehungen zu Russland aus? Werden wir die Konflikte im Nahen Osten eindämmen? Wie geht es in Europa weiter? Welche Auswirkungen haben Globalisierung und Digitalisierung auf die Arbeitsplätze? Bleiben die Renten mittelfristig sicher? Im persönlichen Bereich erfahren viele, dass soziale Bindungen im Freundeskreis oder der Verwandtschaft sich auflösen. Türen schließen sich. Mancher steht immer weiter draußen. Es wird kälter und dunkler. Angesichts der Dauerbelastungen und Lebensstürme, die ständig von vorne blasen haben wir unsere Gesichter hart gemacht. Und das Vertrauen in Gott? Das hängt oft nur noch in Fetzen. Gerade da hinein kommt Jesus, in die Kälte, in die Dunkelheit, in die Gottesferne. In einer Futterkrippe kommt er zur Welt, da die gewöhnlichen Unterkünfte belegt sind. Sein erster Weg führt ihn als Flüchtling nach Ägypten. Später, als er sein Elternhaus verließ, hatte er keinen festen Wohnsitz sondern fand Unterkunft auf Zeit bei seinen Anhängern. Außerhalb der Stadtmauern wurde er gekreuzigt, von keinem Familienmitglied bestattet, sondern von einem Sympathisanten, der als Ratsherr ein Grab für ihn bereithielt. Für Jesus war eigentlich kein Platz in dieser Welt – geschweige denn eine Heimat. Diese weihnachtliche Glitzerwelt passt gar nicht zu ihm. Jesus fand eher Deshalb ruft Jesus zur Veränderung, zur Umkehr und zum Glauben an Gott. Glaubt, vertraut und lasst euch nicht vom Bösen überwinden. Der Glaube allein genügt. Wir müssen vor Gott keine Verrenkungen machen, nichts beweisen, wir haben direkten Zugang. Daran erinnert uns das große Jubiläum der Reformation. In einer Leistungsgesellschaft wird der Mensch in seinen Anstrengungen unterbrochen – heilsam gestört. Er kann innerlich zur Ruhe kommen, frei werden von dem Zwang und allen Bemühungen sich selbst beweisen zu müssen, bedingungslos wertgeachtet bei Gott. Was für eine Wohltat! „Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht endlos sein, nimm an des Christus Freundlichkeit, trag seinen Frieden in die Zeit“. Das wünsche ich Ihnen und damit eine gesegnete Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest. Pfarrer Bernhard Würfel, evangelische Buckenberggemeinde Kreuz gehören zusammen. Gott hat sich entschieden, in Jesus Christus den Tiefen menschlichen Leidens, Verlorenseins und der Schuld nicht auszuweichen. Martin Luther hat es in seinem Weihnachtslied zum Ausdruck gebracht: „Das ewig Licht geht da herein und gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht“. Mitten in der Nacht – des Lichtes Kinder. Das ist der Mensch, seit Jesus als der Christus, der Retter, geboren ist. Mitten in der Nacht scheint das Licht. Mitten in der Nacht wärmt es. Die Nacht bleibt, aber sie ist im Schwinden. Die Kälte ist nicht weggeblasen, aber erwärmt von der Liebe Gottes. Das ist kein Gefühlsausbruch, sondern nüchterne Sicht der Welt. Denn wir haben etwas davon. Wir werden von Gott beschenkt. Er schenkt uns ein Stück von sich selber. Er hat es nirgendwo eingekauft. Nein – er verschenkt sich selber, weil wir es ihm wert sind und er uns liebt. Gott schenkt sich selbst Pfarrer Bernhard Würfel weiß: Der Glaube allein genügt Pfarrer Würfel von der evangelischen Buckenberggemeinde wünscht frohe Weihnachten. Foto: Ehmann Am dritten Adventswochenende erklingt wieder zweimal Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium in der Pforzheimer Stadtkirche. In diesem Jahr nicht nur zum Zuhören, sondern erstmals auch zum Mitmachen. Die Schirmherrschaft für das erste Karten für das Singalong gibt es für 12 Euro, für das Konzert am Sonntag für 16 bis 28 Euro (plus VVKGebühr) bei den bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.reservix.de (Abendkassenaufschlag 3 Euro). Weitere Infos: www.oratorienchor-pforzheim.de. PROC che um 16.30 Uhr mit einer gemeinsamen Probe. Nach einer Pause mit Imbiss führen alle zusammen mit Oratorienchor, Bachorchester und Solisten um 19 Uhr die Teile 1 – 3 des Weihnachtsoratoriums unter der Leitung von Heike Hastedt auf. Die Sitzplätze werden nach Stimmgruppen eingeteilt. Wer Freude an einem besonderen Gemeinschaftserlebnis hat oder einfach einmal aktiv in die Aufführung eines Oratoriums eintauchen will, ist herzlich eingeladen mitzumachen! Auch Zuhörer sind willkommen. Am Sonntag, 11. Dezember um 16 Uhr ist das gesamte Weihnachtsoratorium mit den Kantaten 1 – 6 zu hören. Der Oratorienchor Pforzheim führt das Werk zusammen mit der Jugendkantorei und den Kindern der Großen Kurrende auf. Das erweiterte Bachorchester übernimmt die Begleitung auf historischen Instrumenten. Als Solisten sind Kirsten Drope (Sopran), Sabine Czinczel (Alt), Hubert Mayer (Tenor) und Andreas Reibenspies (Bass) beteiligt. Die Leitung hat Heike Hastedt. Pforzheimer Singalong-Konzert am Samstag, 10. Dezember übernimmt Oberbürgermeister Gert Hager. Teilnehmen kann jeder, der das Stück in der eigenen Stimme kennt und schon gesungen hat. Eigene Noten sind mitzubringen. Es beginnt in der Stadtkir- Der Oratorienchor Pforzheim hat am 3. Adventswochenende wieder großen Auftritt. Foto: PROC


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