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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG WEIHNACHTEN MIT DEKO AUS DEM OFEN 19 Verwandte im Zeichen der Pflaume Süddeutsche Zwetschgenmännle und sächsische Pflaumentoffel und die Familiengeschichte hinter den Dörrobstkreationen Wir wünschen allen Kunden, Freunden und Bekannten ein frohes Weihnachtsfest und gute Fahrt in ein glückliches neues Jahr. 75449 Wurmberg Hofstättstraße 32 Telefon (0 70 44) 94 63-0 FROHE WEIHNACHTEN Ihnen und all Ihren Lieben! Herausgeber und ©: CARAT Systementwicklungs- und Marketing GmbH & Co. KG, Am Victoria-Turm 2, 68163 Mannheim • Gestaltung und Layout: MAKOM GmbH, Basler Str. 24 B, 79100 Freiburg • 01/2016 © lily/Fotolia.com Weihnachten ist das Fest der Liebe. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage im Kreise aller, die Sie mögen. Unsere Herzenssache ist Ihre Sicherheit im Straßenverkehr. Wir freuen uns darauf, im neuen Jahr alles Notwendige dafür für Sie zu tun. ad-AUTO DIENST Mustermann Musterstraße 12 b 12345 Musterortschaft Tel.: 0123-123456 Weihnachtsmärkte. Sein Name setzt sich zusammen aus Pflaume und Feuerteufel. Die erste Nachricht vom Auftreten eines Männchens aus gebackenen Pflaumen stammt vom Weihnachtsfest 1801. Sein Entstehen führt der sächsische Schriftsteller Kurt Arnold Findeisen auf eine Episode aus den napoleonischen Kriegen zurück. Danach soll eine arme Wäscherin, deren Mann vom Russlandfeldzug nicht heimgekehrt war, ihrem Hauswirt die Miete schuldig geblieben sein. Nur ein glücklicher Zufall hat sie vor der Kündigung bewahrt: Ihre Kinder hatten auf dem Tisch liegengebliebene vertrocknete Pflaumen Es gehört nicht viel genealogisches Wissen dazu, um herauszufinden, dass drei weihnachtliche Figuren den gleichen Ursprung haben. Ihre Körper bestehen aus gedörrtem Obst, ihr Knochengerüst ist hölzern bis drahtig, als Kopf dient ihnen eine bemalte Kugel und ihre Drapierung verrät ihr lokales Kolorit. Man hat es längst erraten, es sind die Zwetschgenmännla aus dem süddeutschen Raum, die Pflaumentoffel aus dem sächsisch-thüringischen und die Zwetschkenkrampusse aus Österreich. Für alle gibt es, wie es sich für solch’ wichtige weihnachtliche „Persönlichkeiten“ gehört, Legenden. Zwei seien hier näher beleuchtet. SCHORNSTEINFEGER STAND PATE Beim Pflaumentoffel ist zumindest eines wahr, nämlich, dass er nach dem Vorbild eines Schornsteinfegers gestaltet wurde. Es sind die kleinen, oft erst sieben Jahre alten Schlotfegerjungen, die nicht selten aus Waisenhäusern kamen und mit kurfürstlich sächsischer Genehmigung von den Essenkehrmeistern beschäftigt werden konnten. Mit ihrem Kehrbesen mussten sie noch bis 1850 in die engen Kamine städtischer Bürgerhäuser kriechen, um sie zu reinigen. Der ursprüngliche Pflaumentoffel hatte einen schwarzen Umhang mit Kapuze sowie einen Besen. Nach Einführung der neuen Technik, die Feueressen mit dem Ableinbesen von oben zu kehren, veränderte sich auch das Aussehen des Pflaumentoffels: Der Besen fiel weg, aus dem schwarzen Umhang wurde eine goldene Hauskrause und auf dem Kopf sitzt keine schwarze Haube mehr, sondern ein feudaler Zylinderhut. So begegnet der Pflaumentoffel auch heute noch den Besuchern der Zwetschgenfiguren. So haben sie in Österreich die Form eines teufelähnlichen Krampusses, im süddeutschen Raum gibt es Zwetschgenmännla und Zwetschgenweibla. DER UNTERSCHIED MACHT’S Bei den Zwetschgenmännla besteht der Kopf aus einer Walnuss. Getrocknete Feigen bilden den Körper, nur für Arme und Beine werden Zwetschgen verwendet. Das Gerüst bilden zwei Drähte. Eines haben die Zwetschgenmännla den Pflaumentoffeln voraus: Sie haben längst auch Zwetschgenweibla. Es gibt kaum ein Thema, das nicht dargestellt wird: Wichtel, Musiker, Köche und Kellner, Pilzsammler und Eierfrauen, Pfarrer und Lehrer, Schornsteinfeger, über 350 verschiedene Figuren, mit allerlei Stoffresten bekleidet und buntem Beiwerk versehen. Und auch hierzu gibt es eine „wahre“ Geschichte. Erfunden wurden die Zwetschgenmännla von einem Nürnberger Drahtzieher, der Kindern eine Freude machen wollte, aber nichts hatte außer Draht und einem Zwetschgenbaum vor dem Haus. Also bastelte er Männchen daraus. Die Kinder ließen sich diese Männchen schmecken, was heutzutage nicht mehr die Regel ist. „Zum Verzehr nicht geeignet“ steht auf einem Schild der Zwetschgenmännla Buden. Text / Foto: Bernd Lepsy im Spiel auf dünne Holzstäbchen gespießt. Ein kleines Männlein entstand, mit Rumpf, Beinen und Armen, dem sie schließlich noch eine Leiter und einen Zylinder verpassten. Die Mutter und die anderen Hausbewohner sahen darin eine Anspielung auf den herzlosen Hausbesitzer, der von Beruf Schornsteinfeger war. Eine Idee war geboren: Die Nachbarskinder halfen mit, solche „Backpflaumenfeuerrüpel“ in großer Zahl anzufertigen. Sie fanden reißenden Absatz auf dem Dresdner Striezelmarkt, so dass die Mutter ihre Miete jetzt ohne weiteres bezahlen konnte. Das bekannte Bild von Ludwig Richter „Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe“ erinnert an diese Backpflaumenfeuerrüpel. Mit ihm hat er ihnen ein Denkmal gesetzt und gleichzeitig die Grundlage dafür gelegt, dass die Männchen aus Backpflaumen zur Symbolfigur des Dresdner Striezelmarktes wurden. Dort begrüßt Jahr für Jahr ein überlebensgroßer Pflaumentoffel die Besucher. Parallel dazu entstanden vor 200 Jahren auch in anderen Regionen Zwetschgenmännla und Zwetschgenweibla – die süddeutschen „Verwandten“ der (freilich nur männlichen) Pflaumeltoffel in Sachsen


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