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20 KIRCHEN ZEITUNG 22. Ausgabe | 25. November 2016 dung Karlsruhe. Gemeinsam mit Fahrgast-TV, einem Pilotprojekt von Baden TV und dem Karlsruher Verkehrsverbund, wird sie in die Tat umgesetzt. „Lieblingswort“ steht im Zusammenhang mit dem Festjahr zum Reformationsjubiläum, das am 31. Oktober 2016, dem Reformationstag, mit einem Festakt in Berlin eröffnet wurde. Zum 500. Mal jährten sich an diesem Tag die Veröffentlichung von Luthers Thesen und der Beginn der Reformation. Luther forderte, die Kirche solle sich wieder auf „das Wort“ besinnen, gemeint als Gottes Wort, zu finden in der Urkunde des christlichen Glaubens, der Bibel. Auch das Projekt „Karlsruher Lieblingswort“ geht davon aus, dass die evangelische Kirche sich als eine Kirche des Wortes sieht: Luthers Votum „Das Wort sie sollen lassen stahn“, Zitat aus dem von ihm gedichteten und komponierten Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“, verweist auf Gottes Wort als Wurzel des Christseins und Richtschnur der christli- Wer in Karlsruhe und Umgebung S-Bahn fährt, kann sich auf bestimmten Linien von Fahrgast-TV unterhalten lassen. Dieser Tage ist auf den Bildschirmen ein neuer Video- Clip zu sehen: Junge Leute, aufgenommen in Karlsruhes Einkaufszone, suchen offenbar etwas, schauen fragend in die Luft, greifen schließlich zu Filzstift und Block und schreiben Worte nieder. „Familie“, „Vertrauen“, „Mutter“ … Der Spot endet mit der Frage „Und was ist Ihr Lieblingswort?“ Als Fahrgast ist man versucht, sofort Antworten auf die Frage zu finden. „Freiheit“ könnte so ein Lieblingswort sein. „Fairness“ liegt nah, „Toleranz“, „Vielfalt“, „Gnade“, „U-Strab“ (wirklich?), „Gastfreundschaft“, „Liebe“, „Freude“, „Schnäppchen“, „gleichwohl“, „Sommersonne“ – was fällt Ihnen als Lieblingswort ein? Wer hinter der Kampagne steckt und wozu sie gut sein soll, erschließt sich erst einmal nicht. Hier lüften wir das Geheimnis: Hinter der Idee steckt die Evangelische Erwachsenenbil- Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum. So können die Nutzerinnen und Nutzer der Site nicht nur das eigene Lieblingswort nennen, sondern auch mit den unterschiedlichen Facetten „des Wortes“, der Kirche des Wortes, des Reformationsjubiläums, und überhaupt der Bedeutung von „Worten“ bekannt werden. Man darf gespannt sein, welche Worte als Lieblingsworte eingereicht werden, und ob sich schließlich ein besonders oft genanntes Wort als „Karlsruher Lieblingswort“ herausstellt. Herabwürdigende Worte, parteipolitisch motivierte Einträge, Schmähungen und diskriminierende Worte werden nicht auf die Website gelangen. Schenken Sie Karlsruhe Ihr Lieblingswort? Dann tragen Sie es ein auf www.karlsruherlieblingswort.de chen Kirchen. „Karlsruher Lieblingswort“ fragt nach den Worten, die der Bevölkerung heutzutage so lieb, wert und wichtig sind, dass sie sie auf einer Website „stahn“ sehen möchten. Das Projekt ist geeignet, jede Menge Menschen aus Karlsruhe und der Region (soweit der KVV sie abdeckt, also weit…) zu beteiligen, wenn es um ihr Lieblingswort geht. Die Frage „Und was ist Ihr Lieblingswort?“ wird demnächst ergänzt durch den Hinweis auf die Website www.karlsruherlieblingswort. de, auf der die KVVFahrgäste und wer sonst will das je eigene Lieblingswort eintragen können, um es wenig später in der Liste der eingereichten Lieblingsworte öffentlich wiederzufinden. Außerdem bietet die Website Links zu Einrichtungen, Projekten und Veranstaltungen im „Welches ist Ihr Lieblingswort?“ Der neue Clip auf den S-Bahn-Bildschirmen Foto: Joachim Faber


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