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2 KIRCHEN ZEITUNG 22. Ausgabe | 25. November 2016 Begegnungen mit Menschen und Musik �� Impressum Die Kirchenzeitung Die Kirchenzeitung ist eine Beilage der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN), der Evangelischen Kirche in Karlsruhe und der Katholischen Kirche Dekanat Karlsruhe. Mit einem musikalischen Flashmob vor der Kirche St. Stephan überraschte die Kirchenzeitung etliche Passanten in der Karlsruher Innenstadt. Wer wollte, konnte spontan mitsingen und so erleben, dass das Singen viel Freude bereitet. Foto: tt �� Redaktion: Evangelische Kirche in Karlsruhe: Thomas Schalla (ts), Christina Müller (cm) Katholische Kirche Dekanat Karlsruhe: Hubert Streckert (hs), Tobias Tiltscher (tt), Hans-Gerd Köhler (hgk), Bernd Schmid (bs) �� Redaktionsleitung: Martina Erhard (me) �� Titelbild: Tobias Tiltscher �� Anschrift der Redaktion: Kirchenzeitung, Evangelisches Dekanat Karlsruhe, Reinhold-Frank-Straße 48, 76133 Karlsruhe E-Mail: kirchenzeitung-karlsruhe@gmx.de v.i.S.d.P. Hubert Streckert Die Redaktion freut sich über Rückmeldungen und Leserbriefe. Die nächste Ausgabe erscheint am 7. April 2017 (Redaktionsschluss: 7. März 2017). �� Anzeigenleitung: Ulf Spannagel �� Satz und Druck: Badische Neueste Nachrichten �� Die Kirchenbezirke im Internet: www.ev-kirche-ka.de; www.kath-karlsruhe.de Ein Bundespräsident für das ganze Land Ob die Wahl als ein Signal für eine künftige Koalition gelesen werden kann, ist im Übrigen nicht entscheidend. Dieser Zusammenhang erschließt sich ohnehin erst im Nachhinein. Die Wahl von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier wird nicht unbedingt eine Große Koalition für den Herbst 2017 präjudizieren. Da steht erst noch das Wählervotum davor. In den letzten Wochen wurde immer wieder die Frage gestellt, welche Gruppe der Bevölkerung im Bundespräsidentenamt vertreten sein sollte. So verständlich diese Frage ist – sie ist nicht ausschlaggebend. Joachim Gauck wurde nicht deswegen Bundespräsident, weil er aus den neuen Bundesländern kam. Natürlich kann eines Tages ein Muslim deutsches Staatsoberhaupt werden. Aber mit Navid Kermani nun einen angesehenen Intellektuellen und Muslim ins Amt zu heben, hätte seltsam bemüht gewirkt. Erst recht wäre eine Frau im Amt des Bundespräsidenten seit langem fällig, zumal in der Vergangenheit Frauen verschiedentlich als aussichtslose Kandidatinnen ins Rennen geschickt wurden. Trotzdem muss es nicht partout eine Frau sein. Klaus Nientiedt Konradsblatt So machtlos das Amt des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland auch immer ist – die Auswahl eines Kandidaten und die anschließende Wahl sagen viel über die politische Lage und Stimmung des Landes aus. Das ist im Fall des von den Parteien der Großen Koalition nominierten Kandidaten Frank-Walter Steinmeier nicht anders. In der Debatte um mögliche Kandidaten für das Bundespräsidentenamt wurde in den vergangenen Monaten immer wieder gerne nach dem unverbrauchten Quereinsteiger Ausschau gehalten. Zu Unrecht. Zu glauben, da käme jetzt der oder die Unbelastete von außen, der Künstler, der Intellektuelle, diese Annahme trägt nicht wirklich. Wer so denkt, spiegelt auf seine Weise eine verbreitete Politikverdrossenheit wider. Politiker und Politikerinnen hierzulande sind besser als ihr Ruf – Frank-Walter Steinmeier ist ein gutes Beispiel dafür. Das künftige Staatsoberhaupt wird ein politisches Schwergewicht sein. Das ist gut so. Das Land braucht keinen Politrentner, der seine Laufbahn mit dem obersten Amt im Staate krönt. Erst recht nicht jemanden, der oder die sich nicht sicher auf dem politischen Parkett bewegen kann. Liebe Leserinnen, liebe Leser, Sie halten die neue Ausgabe der „Kirchenzeitung“ in Ihren Händen. Sie werden bei der Lektüre der Musik begegnen. Musik ist wichtig für Menschen. Wir wissen zum Beispiel, dass Singen eine heilsame Wirkung für die Seele hat. Die Bibel berichtet im Alten Testament, dass schon der spätere Großkönig David wegen seiner musikalischen Fähigkeiten an den Königshof in Jerusalem gekommen ist. Er konnte so gut Laute spielen, dass er dem alternden König Saul die Seele damit leichter machen konnte. Auch die Psalmen in der Bibel sind eigentlich gesungene Gebete. Viele Generationen sprechen die alten Worte, und durch die Musik werden sie leichter ein Teil von mir. Das Loben und das Klagen sind eindrücklicher erinnerlich, wenn man es singend tut. Singen und musizieren ist aber nicht nur ein religiöses Phänomen. Moderkönnen. In der Advents- und Weihnachtszeit ist das Singen besonders verankert. Es gehört wie der Tannenbaum oder die Weihnachtsgans in vielen Familien dazu. Die alten Lieder kann mancher noch auswendig, in den Weihnachtsgottesdiensten freut man sich auf die bekannten Weihnachtslieder. Die Musik hilft, aus dem Alltagstrott auszusteigen und sie gibt der Sehnsucht nach einer anderen Welt eine Stimme. Wir laden Sie ein, auf den nächsten Seiten den unterschiedlichen Seiten der Musik zu begegnen. Für die kommenden Wochen wünschen wir Ihnen immer wieder Gelegenheiten, die Seele zur Ruhe kommen zu lassen. Vielleicht versuchen Sie es in diesem Jahr einmal mit der Musik? Unsere Kirchen stehen Ihnen offen. Dr. Thomas Schalla Dekan der Evangelischen Kirche in Karlsruhe ne Untersuchungen scheinen sogar einen Zusammenhang zwischen dem Musizieren und längerer Lebensdauer nahezulegen: Musik verlängert das Leben. Diesen Spuren folgen wir in der Kirchenzeitung nicht. Aber Sie werden den Menschen begegnen, die Musik in unseren Kirchen und Gemeinden machen. Viele tausend Menschen singen in den Chören unserer Gemeinden, die Kantoren bereichern das kulturelle Leben in Karlsruhe mit großen Oratorien und Orchesterwerken der geistlichen Musik, nebenamtliche Organisten sitzen Sonntag für Sonntag an den Orgeln und gestalten die Gottesdienste, und schließlich kann man in jedem Gottesdienst nach Herzenslust singen – auch wenn man sonst dafür keine Zeit hat. Kirchenmusik ist ein lebendiger und wesentlicher Teil kirchlicher Präsenz in unserer Stadt. Sie erreicht die Seele der Menschen unmittelbar, sie berührt uns anders als Worte das Dekan Dr. Thomas Schalla Foto: ekiba / Hornung


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