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18 KIRCHEN ZEITUNG 22. Ausgabe | 25. November 2016 An Weihnachten wird’s musikalisch Klassiker wie „Stille Nacht“ oder „O du fröhliche“ werden gerne in den Familien gesungen In vielen Familien gehören das gemeinsame Singen und Musizieren unter dem Weihnachtsbaum zu den alljährlichen Ritualen. Foto: Imcsike/Fotolia her teilen wir immer die Notenblätter aus.“ Zu ihren Lieblingsliedern zählt „Macht hoch die Tür“ und „O du fröhliche“. „Wenn mein Neffe mit dabei ist, haben wir sogar Instrumentalbegleitung. Er spielt nämlich Klavier“, sagt sie. Es ist Heiligabend. Die Kerzen brennen am Baum, und die ganze Familie hat sich versammelt, schließlich ist Weihnachten ja das „Fest der Liebe“. Aber auch das Fest der Musik, denn wer kennt sie nicht, die Weihnachtslieder, die seit Jahrzehnten oder gar seit Jahrhunderten gesungen werden – Klassiker wie „Stille Nacht“ oder „O du fröhliche“. Sie gehören auch in den Zeiten von „Wonderful Dream“ oder „Last Christmas“ immer noch zu den Lieblingsliedern der Deutschen. Sie gehören zum Fest wie der Christbaum, die Plätzchen oder die Geschenke. Singen als feste Tradition „Bei uns ist es eine feste Tradition, dass an Heiligabend, vor der Bescherung, gesungen wird“, erzählt Katrin Burger. „An diesem Abend kommt die ganze Familie zusammen, auch die Großeltern und die Geschwister sind dabei“, sagt sie. Und obwohl alle Jahre wieder die gleichen Lieder auf dem Programm stehen, ist nicht jedes Familienmitglied absolut textsicher, wie sie lachend gesteht. „Dades Familienmitglied sein besonderes Lieblingslied. „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, ist ihr Lieblingslied. „Generell sind wir ziemlich textsicher. Zumindest die erste Strophe funktioniert immer“, meint sie. Traditionell geht Familie Kalmus nach dem gemeinsamen Singen in die Christmette. „Auch das gehört bei uns jedes Jahr dazu.“ „Stille Nacht“ und „O Tannenbaum“ gehören zum Repertoire der Familie Broß. „Aber auch unsere beiden Söhne bringen Lieder aus dem Kindergarten mit nach Hause, die wir dann an Heiligabend gemeinsam singen“, erzählt Lars Broß. Er gibt zu, dass er und seine Frau gerne auf das Singen verzichten würden, die Kinder aber darauf bestünden. Broß, Lehrer an der Hebel- Realschule, berichtet, dass die Schüler und Lehrer der Schule jedes Jahr vor den Weihnachtsferien einen Weihnachtsgottesdienst in der Herz- Jesu-Kirche feiern. „Auch bei dieser Gelegenheit werden natürlich gemeinsam Weihnachtslieder gesungen. Das hat eine lange Tradition.“ me Auch in der Familie von Monika Kalmus wird an Heiligabend gesungen – und zwar nach der Bescherung. „Einer setzt sich ans Klavier und fängt an zu spielen“, erzählt sie. „Derjenige, der spielt, bestimmt, was gesungen wird.“ Natürlich habe je- Die Mitgliedskirchen der ACK stellen sich vor Zu den Kirchen und Gemeinden der letzten zwei Ausgaben kommen hier zwei weitere. Alt-Katholiken: eine unabhängige katholische Reformkirche Wer in Karlsruhe am Mühlburger Tor aus der S-Bahn steigt und die neu-gotische Kirche „Christi Auferstehung“ ansteuert, entdeckt die Alt- Katholiken. Die Gemeinde entstand 1872, die Kirche wurde von Carl Schäfer gebaut. Die alt-katholische Kirche ist eine reformorientierte, unabhängige katholische Kirche mit ökumenischer Ausrichtung. Unter Rückgriff auf Strukturen der frühen („alten“) Kirche ist sie bischöflichsynodal aufgebaut, mit gemeinschaftlicher Verantwortung von Männern und Frauen für das Leben der Kirche auf allen Ebenen. Frauen sind zu allen kirchlichen Ämtern zugelassen. Niemand wird aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder seiner Lebensgeschichte zurückgesetzt. Die alt-katholische Kirche steht seit 1931 in voller Kirchenunion mit der Anglikanischen Kirche, ist Gründungsmitglied des Ökumenischen Weltrates der Kirchen und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Seit 1985 besteht eine offizielle gegenseitige Einladung zu Abendmahl / Eucharistie mit der EKD. Die Gemeinde feiert jeden Sonntag um 10 Uhr Gottesdienst und bietet während der Woche Gebetszeiten, spirituelle Angebote, Konzerte und Begegnungsmöglichkeiten an. Die stille Atmosphäre der offenen Kirche ist für viele Karlsruher ein Ort des Kraftschöpfens. Pfr. Markus Laibach, www.alt-katholisch.de Evangelisch Freikirchliche Gemeinde – Baptisten An die 200 Mitglieder jeder Altersschicht besuchen unsere Gottesdienste in der Karlsruher Nordstadt. Beim „Lobpreis“ freuen wir uns über ein breites Spektrum von traditionellen Chorälen bis hin zu zeitgenössischer Musik, das durch viele begeisterte Musiker in unserer Gemeinde abgedeckt wird. Wir praktizieren die Glaubenstaufe (griech.: baptisma) aus persönlichem, mündigem Entschluss. Neuerdings haben wir mit dem OHIO e.V. ein sozialdiakonisches Werk gegründet: Unsere Berater sind aktiv in den Bereichen Lebensberatung, Studentenberatung sowie Still- und Schreiambulanz. Pastor: Hans Kolthoff, www.efg-karlsruhe.de


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