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16 KIRCHEN ZEITUNG 22. Ausgabe | 25. November 2016 Gemeinsames Singen steht im Vordergrund Hunderte Teilnehmer aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland beim „Singalong“ Alljährlich treffen sich Sängerinnen und Sänger zum gemeinsamen Singen des Weihnachtsoratoriums von Bach. Das „Singalong“ in der Durlacher Stadtkirche ist aus dem Karlsruher Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Foto: Archivmaterial „Musik an der Stadtkirche Durlach“ niert“, gesteht er. Aber inzwischen seien acht Veranstaltungen erfolgreich über die Bühne gegangen, freut er sich. Im vergangenen Jahr konnten rund 300 Teilnehmer begrüßt werden, und am 3. Dezember gibt es die bereits 9. Auflage des „Karlsruher Singalong“. „Es ist vor allem für jene Menschen, die gerne singen, kommen zusammen und gestalten gemeinsam einen Konzertabend. Nichts Besonderes, möchte man meinen. Das „Karlsruher Singalong“ ist jedoch etwas Besonderes. Alljährlich in der Vorweihnachtszeit, nämlich immer am Samstag vor dem 2. Advent, treffen sich Chorsängerinnen und -sänger aus verschiedenen Chören in der Durlacher Stadtkirche und singen das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. „In diesem Jahr sind die Kantaten 1 bis 3 an der Reihe“, sagt Initiator Johannes Blomenkamp. Der Bezirkskantor weist auch darauf hin, dass nicht nur Chormitglieder zum Mitsingen eingeladen sind: „Jeder, der Lust aufs Singen hat, kann mitmachen“, versichert er. Man trifft sich um 18 Uhr in der Kirche, probt eine halbe Stunde, setzt sich anschließend noch bei Kaffee, Tee und Hefezopf gemütlich zusammen und beginnt um 19 Uhr mit dem Konzert. „Das macht den besonderen Reiz einer solchen Veranstaltung aus“, schwärmt Blomenkamp. Er hat die Idee des „Singalong“ von einem Kollegen aus Hannover übernommen. „Anfangs wusste ich nicht, ob es tatsächlich funktiokommen. „Die Menschen kommen von weit her, weil solche Veranstaltungen nicht sehr verbreitet sind“, so Blomenkamp. Im Vordergrund stehe nicht das Vorführen, sondern das gemeinsame Singen, erklärt der Bezirkskantor. „Bei diesen Auftritten herrscht immer eine sehr entspannte Atmosphäre“, fügt Lisbeth Hönig hinzu. Sie ist jedes Jahr als Chorsängerin dabei, gehört aber auch zum Organisationsteam des „Singalong“. Besonders schön sei es, dass man bei dieser Veranstaltung mit einem Orchester singen könne. „Man darf auch jederzeit aussteigen, wenn einem eine gewisse Stelle zu schwer wird, und später wieder einsteigen“, meint sie. Das nehme den Druck von den Teilnehmern, weshalb die Gesamtstimmung immer „heiter und beschwingt“ sei. Johannes Blomenkamp weist darauf hin, dass es immer einen prominenten Schirmherrn für die Veranstaltung gibt: „In diesem Jahr konnten wir Altlandesbischof Ulrich Fischer gewinnen“, berichtet er. Es ist auch eine schöne Tradition geworden, dass der Schirmherr am Sonntag nach dem Auftritt, in diesem Jahr also am 4. Dezember, in der Durlacher Stadtkirche predigt. me Menschen eine schöne Alternative, die nicht die Zeit haben, wöchentlich zu einer Chorprobe zu kommen“, meint Blomenkamp und erzählt, dass inzwischen Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland zu diesem besonderen Ereignis nach Durlach Kreative Art der Spendenakquise Monsignore Friedrich Ohlhäuser-Stiftung organisiert „Kindertanzzirkus“ / Unterstützung für Flüchtlingsprojekt wieder neue Spendenprojekte ins Leben gerufen werden. So wurde zum Beispiel mit der Tanzschule Vollrath Tönnies das Konzept „Kindertanzzirkus“ entwickelt. Die Tanzschule bot Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren ein kostenloses Tanztraining an. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich mehr als 200 Kinder aus Karlsruher Kindergärten angemeldet. Den Abschluss bildete eine große Zirkusshow, zu der Eltern und Die Monsignore Friedrich Ohlhäuser Stiftung, die von der Baugenossenschaft Familienheim Karlsruhe eG gegründet wurde, macht es sich seit 2009 zur Aufgabe, notleidende Menschen zu unterstützen. „Wir helfen auf unbürokratische Weise und finanzieren individuelle Hilfe direkt dort, wo sie gebraucht wird“, sagt Rüdiger Esslinger, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Um helfen zu können, müssen immer hern und Flüchtlingen entwickelt. Die Stiftung unterstützt dieses Projekt nicht nur mit alten Rädern, die nach Mieterwechseln in den Wohnungen der Baugenossenschaft zurückgelassen wurden, sondern eben auch mit einer finanziellen Hilfe, die dazu dient, Werkzeug und Ersatzteile zu kaufen. Zusätzlich konnte die Stiftung in diesem Jahr mehr als 14 000 Euro Spendengelder an Bedürftige ausschütten. Sie erhielten zum Beispiel notwendige Gebrauchsgegenstände, wie etwa Betten, Matratzen oder Kühlschränke, aber auch Beihilfen zu Zahnbehandlungen wurden geleistet. me Großeltern sowie Freunde und Bekannte der Kinder eingeladen wurden. Die Eintrittsgelder zu dieser Show kommen der Stiftung zugute. Eines der Projekte, das mit den verschiedenen Spendeneinnahmen mitfinanziert wurde, ist „Bikes without Borders“. Das Projekt des Freundeskreises Asyl konnte mit rund 1200 Euro unterstützt werden. „Mobilität ist ein Stück Freiheit“, so der Projektansatz. Deshalb stellen die Ehrenamtlichen von „Bikes without Borders“ den Bewohnern der Flüchtlingsunterkünfte Leihfahrräder zur Verfügung. Die alten Fahrräder, die als Spende an die Initiative gegangen sind, wurden zuvor von Ehrenamtlichen und Flüchtlingen repariert. Das gemeinsame Reparieren der Fahrräder schafft die Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen und dabei Sprachhürden zu überwinden. Mittlerweile hat sich die Radwerkstatt zu einem festen Treffpunkt von Karlsru- Bei „Bikes without Borders“ reparieren Ehrenamtliche und Flüchtlinge gemeinsam alte Fahrräder. Foto: Ohlhäuser-Stiftung


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