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14 KIRCHEN ZEITUNG 22. Ausgabe | 25. November 2016 Gemeinsame Zukunft der beiden christlichen Kliniken St. Vincentius-Kliniken und Diakonissenkrankenhaus fusionieren / Patienten profitieren der medizinischen Versorgung, die wirtschaftlichen Synergieeffekte und das gemeinsame Fundament der beiden Häuser seien somit ausschlaggebend gewesen für die nun vollzogene Fusion, fasst Wentges zusammen. „Beide Standorte bleiben definitiv bestehen. Die Häuser werden sich gegenseitig ergänzen.“ So habe zum Beispiel das Diak, im Gegensatz zum Vincenz, keine Kardiologie, dafür bündle sich im Diak die geriatrische Versorgung. „Man kann also die Kompetenzen des jeweils anderen Hauses mitnutzen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Die HNO-Kliniken, seit Juli unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Dr. Serena Preyer – allerdings noch in beiden Häusern vorhanden –, werden 2019, mit der Fertigstellung des Klinik-Neubaus in der Steinhäuserstraße, in die Räumlichkeiten der St. Vincentius-Klinik umziehen. Auch die Kliniken für Augenheilkunde werden ab 2019 räumlich zusammengefasst, bleiben aber zwei eigenständige Kliniken mit separater Leitung. „Es gibt aber auch Kliniken, die wir bewusst an beiden Standorten behalten“, sagt Wentges und nennt als Beispiel die Allgemeinchirurgie. Man wolle jedoch unterschiedliche Nach 165 Jahren respektvollem Nebeneinander ist die Fusion ein wichtiger Schritt für die Versorgung der Patientinnen und Patienten der Region und für die Zukunft der beiden Kliniken“, freut sich Richard Wentges, Vorstandsvorsitzender der „ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe“. Der neue Name ergibt sich aus den in der Bevölkerung etablierten Namen „Vincenz“ und „Diak“. Zunächst werde sich für die Patienten der beiden Häuser kaum etwas ändern, meint Wentges. „Perspektivisch betrachtet, wird sich aber in den kommenden Jahren doch einiges tun. Wir wollen neue Schwerpunkte setzen und Kompetenzen bündeln“, erklärt er. Vorstandsmitglied Prof. Dr. Jürgen Biscoping fügt an, dass es heute im Alleingang nur noch schwer möglich sei, „ein Krankenhaus wirtschaftlich und mit einem sinnvollen und umfassenden medizinischen Angebot zu führen“. Gemeinsam wolle man daher die Spezialisierung voranbringen, den behandelnden Ärzten aber auch die Möglichkeit geben, das breite und interdisziplinäre Angebot der beiden Häuser zu nutzen. „Dadurch wird die Versorgung der Patienten noch besser“, versichert er. Die Verbesserung Richard Wentges, Vorstandsvorsitzender, Dr. Karlheinz Jung, Vorstand und Prof. Dr. Jürgen Biscoping, Vorstand (von links). Foto: Leidert tionär und etwa 150 000 Patienten ambulant. Gemeinsam erwirtschaften sie einen Umsatz von rund 240 Millionen Euro und sind mit mehr als 3 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region. Zusammen sei man noch stärker, meint Vorstandsmitglied Dr. Karlheinz Jung. „Wir waren uns von Beginn an über das gemeinsame Ziel einig“, versichert er. Schließlich liege die Basis des gemeinsamen Handelns seit jeher in der Tradition des christlichen Menschenbildes und in der christlichen Nächstenliebe. me Schwerpunkte setzen. So solle etwa am Diak ein „Gefäßmedizinisches Zentrum“ entstehen. Im Gegenzug wolle man am St. Vincentius einen Schwerpunkt für Magen-, Leber- und Pankreaschirurgie einrichten. Im Bereich der Gynäkologie bleibt die Geburtshilfe an beiden Standorten bestehen. „Die Kliniken sind sehr groß und daher schwierig zusammenzuführen“, erklärt Wentges und fügt hinzu, dass sich alle geplanten Umstrukturierungen über mehrere Jahre hinziehen werden. Die Kliniken versorgen zusammen pro Jahr rund 50 000 Patienten sta- Kraftvolle Musik, die begeistert Einblick in die Arbeit des Posaunenchors in Hagsfeld Foto: cm unserem Spiel“, sagt Szegedi, der selbst Tuba spielt. Er hat in Karlsruhe Musik und Kammermusik studiert und leitet den Chor seit fast fünf Jahren. „Mir ist auch wichtig, dass wir Spaß zusammen haben“, erklärt er, und das ist spürbar. Neben der hohen Konzentration wird viel gelacht. Susanna Dorn, zwölf Jahre, ist das jüngste Mitglied im Posaunenchor Hagsfeld. „Mir macht Trompete spielen total viel Spaß“, strahlt sie. Seit sie sechs Jahre alt ist, spielt sie das Instru- Donnerstagabend in der evangelischen Laurentiuskirche in Hagsfeld. Blasinstrumente werden aus ihren Koffern ausgepackt, Mundstücke aufgesetzt, und schon erklingen die ersten Töne im Kirchenraum. Nach und nach treffen die Mitglieder des Posaunenchors Hagsfeld ein. „Zurzeit haben wir 14 aktive Mitglieder im Alter von zwölf bis 74 Jahren“, erklärt Erich Sartori, Obmann des Chors. Und alle lieben ihre Blasinstrumente und die Musik. „Ich spiele seit 22 Jahren Posaune, habe als Erwachsener damit angefangen“, berichtet Sartori. Und auch Gisela Kirchberg-Krüger entdeckte ihre Freude an diesen Instrumenten mit Anfang 40, wie sie sagt. „Begonnen habe ich mit Posaune, und seit einem knappen Jahr spiele ich auch Bariton.“ Nun kommt Chorleiter Tibor Szegedi in die Kirche und begrüßt alle herzlich. Acht Blechbläser sind da und werden die nächsten zwei Stunden miteinander verbringen. „Wir arbeiten hier zusammen, am Klang, an Info Höhepunkt war die Einladung zu einem Auftritt auf der 2. Karlsruher „BrassNight“, so Sartori. Gisela Kirchberg-Krüger hat bei vielen Großveranstaltungen mitgespielt. „Ich erinnere mich gerne an die großen Tauffeste der Evangelischen Kirche in Karlsruhe an der Alb, die wir musikalisch begleitet haben, und auch das Friedenslicht aus Bethlehem wird immer mit Posaunenmusik am Hauptbahnhof in Empfang genommen“, so die Musikbegeisterte. Diese Freude an der kraftvollen Musik verbindet alle miteinander. „Das ist fast wie Familie hier“, sagt Tibor Szegedi und alle holen tief Luft für die Probe des nächsten Stücks. cm ment, ihr Vater ist ebenfalls Chormitglied. „Wir spielen ein ganz breites Repertoire: von klassischer, geistlicher und weltlicher Musik bis hin zu Rock, Pop und Jazz“, sagt Erich Sartori. Und auch die Filmmusik aus dem Film „Fluch der Karibik“ hat der Chor schon geprobt und gespielt. Der Terminkalender des Chors ist voll: Gespielt wird bei Gottesdiensten, bei Trauerfeiern auf dem Friedhof, auf Festen im Stadtteil, auf dem Christkindlesmarkt. „Diesjähriger Acht Posaunenchöre gibt es in der Evangelischen Kirche im Posaunenchorbezirk Karlsruhe Stadt mit insgesamt etwa 130 Mitgliedern. Der Bezirkschorleiter ist Dieter Cramer aus Rüppurr. Informationen zu den Posaunenchören finden Interessierte unter www.kirchenmusik karlsruhe.de (Bereich „Chöre – Bläser“).


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