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8 AUSBILDUNG & BERUF ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Erfolgreich in Minuten IHK plant Speed-Dating Trotz des vielfältigen Angebots an offenen Lehrstellen ist es nicht immer einfach, jeden Schulabgänger seinen Wünschen entsprechend mit einem Ausbildungsplatz zu versorgen. Das hat verschiedene Gründe: Die Voraussetzungen, die Jugendliche mitbringen, die Anforderungen der Betriebe, die Bewerbungsunterlagen oder das Vorstellungsgespräch können Ursache sein. Deshalb plant die IHK Karlsruhe auch in diesem Jahr mit der Agentur für Arbeit Karlsruhe- Rastatt und der Handwerkskammer Karlsruhe am 13. Juli, 15 Uhr, im Karlsruher IHK Haus der Wirtschaft eine Ausbildungsplatz Vermittlung in Form eines Speed-Datings. Es nehmen nur Unternehmen teil, die für Herbst 2016 noch einen Ausbildungsplatz anbieten. Verantwortliche der Betriebe stehen zu kurzen Bewerbungsgesprächen zur Verfügung. Wer als Ausbildungsplatzsuchender an der Veranstaltung teilnehmen möchte, sollte seine Bewerbungsunterlagen mitbringen. Infos: www.karlsruhe.ihk.de. IHK Knack den Hummer! Business-Knigge 2.0: Menschenverstand ist zeitlos und Hierarchien hatten die Ratschläge historisch nachvollziehbar noch wenig zu tun – neben Tipps zum Umgang „mit verschiedenen Gemütsarten, Temperamenten und Stimmungen des Geistes und des Herzens“ stand unter anderem das Verhalten gegenüber Eltern, Kindern, Hauswirten und sogar Tieren im Fokus des Werks. IN DEN 50ER JAHREN: NEUE INTERPRETATION Die ersten klassischen „Benimmbücher“ – wie wir den Knigge heute weitestgehend interpretieren – kamen erst etwa 200 Jahre später auf den Markt. Im Zuge des Wirtschaftswunders der 1950er Jahre schossen Ratgeber wie Pilze aus dem Boden und versprachen Hilfestellungen in jeder nur denkbaren Lebenslage: Von der formvollendeten Cocktailparty bis zum richtigen Umgang mit Fernsehempfängern oder Musiktruhen – kaum ein Bereich des gesellschaftlichen Lebens blieb unberührt. Während den Herren mit dem „Brief- Ratgeber“ oder dem vielversprechenden Titel „Der Hausjurist“ bereits damals eher praktische Tipps an die Hand gegeben wurden, lag der Fokus beim weiblichen Gegenpart eher im Haushalt, „Schön sein – schön bleiben“ so- Die Geschäftswelt ist für Neueinsteiger das reinste Mienenfeld: Wen begrüße ich in welcher Reihenfolge? Welche Strümpfe trage ich in den Pumps? Wie knacke ich einen Hummer? Und vor allem: Was passiert, wenn ich dem Praktikanten zuerst die Hand schüttele? Versehentlich Ringelsocken trage? Oder mir der Hummer vom Teller flutscht, während die Gabel im Oberschenkel des Chefs landet? Wir sagen: Ganz ruhig bleiben. Ein paar wesentliche Regeln der Etikette zu kennen gibt Sicherheit. Aber niemand fliegt wegen eines Knigge- Fauxpas’ sofort raus, sofern man grundsätzlich menschlich und außerdem respektvoll auftritt. In vielen Berufsfeldern – nicht alle arbeiten ja bei Großunternehmen und Banken – wird sowieso auch mal ein Auge zugedrückt. DER GUTE ALTE KNIGGE … Was ist gutes Benehmen? Dieser Frage wollte der deutsche Schriftsteller und Aufklärer Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge (1752 – 1796) im Rahmen seiner Schrift „Über den Umgang mit Menschen“ bereits im ausklingenden 18. Jahrhundert auf den Grund gehen. Mit Dresscodes, Geschäftsessen Foto: Alexander Raths / Fotolia.com wie „Jeder hat mich gern“. Schräg, oder? Mit diesen Tipps übernimmt heute sicher keine Frau eine Führungsrolle. Macht deutlich: Etikette-Regeln sind nicht zeitlos. Zeitlos hingegen ist der gesunde Menschenverstand – und der sollte sowieso von keinem Buch abgelöst werden. Training und Bücher können aber eine gute Starthilfe sein. Genauso wie man vor dem Auslandsaufenthalt ein paar Vokabeln paukt, bevor man den natürlichen Sprachgebrauch ganz spielerisch lernt. Nicht anders ist es mit dem Regelwerk des Business- Knigge. Keiner lacht dich aus, wenn dir im Ausland einen Grammatikfehler unterläuft. Genauso wird dem Berufseinsteiger verziehen, wenn er beim Begrüßen die hierarchische Reihenfolge missachtet. Und wenn nicht? Dann bist du möglicherweise in einer seltsamen Unternehmenskultur gelandet, in der du dich auch nicht einnisten musst, wenn du das nun mal nicht willst. KEINE WISSENSCHAFT AUS ETIKETTE MACHEN Das Fazit: Etikette-Regeln fürs Geschäftsleben sind wissenswertes und auch durchaus nützliches Beiwerk. Eine Wissenschaft draus machen musst du allerdings nicht. Deutsche Bildung


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