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32 AUSBILDUNG & BERUF ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Frauen erobern zunehmend klassische „Männerberufe“. Foto: Kzeonon / Fotolia.com Frauen greifen zum Hobel Es bewegt sich was: Weiblicher Anteil in klassischen „Männerberufen“ steigt Anteil junger Frauen zwischen 2004 und 2015 um 7,7 Prozent auf 25,9 Prozent, im Beruf „Maler und Lackierer“ um 6,5 Prozent auf 15,9 Prozent und im Beruf „Tischler“ um 5,0 Prozent auf 12,2 Prozent. Der Zuwachs des Frauenanteils im Beruf „Bäcker“ ist so groß, dass dieser Beruf inzwischen nicht mehr zur Kategorie der „Männerberufe“ gehört. MÄNNER SIND ETWAS ZURÜCKHALTENDER Frauen, die sich für eine Ausbildung in typischen „Männerberufen“ entscheiden, werden hierfür mit einer Ausbildungsvergütung belohnt, die im Schnitt höher ausfällt als in den typischen „Frauenberufen“. Das ist bei Männern, die in „Frauenberufe“ einsteigen, anders. Denn die Vergütungen in den „Frauenberufen“ sind im Schnitt niedriger. Da ein hohes Einkommen für junge Männer tendenziell eine etwas größere Rolle als für junge Frauen spielt, liefern ihnen die niedrigeren Vergütungen Grund genug, typische „Frauenberufe“ zu meiden. Während also zuneh- Und es bewegt sich doch etwas – langsam zwar, aber stetig: In rund 80 von 105 durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) untersuchten „Männerberufen“ ist der Anteil weiblicher Auszubildender in den vergangenen zwölf Jahren gestiegen. Darunter befinden sich alle 25 am stärksten besetzten Berufe. Die Zuwächse sind zwar nicht sehr groß – im Durchschnitt etwa 0,2 Prozentpunkte pro Jahr und Beruf –, aber der Trend ist unverkennbar. Bis 2015 addierten sich die jährlichen Anteilssteigerungen junger Frauen auf einen Zuwachs von insgesamt durchschnittlich über zwei Prozent. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen BIBB-Analyse. Von „Männerberufen“ ist dann die Rede, wenn der Anteil der Männer in dem Beruf bei über 80 Prozent liegt. Typische „Männerberufe“ sind zum Beispiel viele Bau-, Metall- und Elektroberufe. Unter den am stärksten besetzten „Männerberufen“ gelang es insbesondere in drei Handwerksberufen, mehr junge Frauen für eine Ausbildung zu gewinnen: Im Beruf „Bäcker“ stieg der mend mehr Frauen in „Männerberufen“ Fuß fassen, lässt sich Umgekehrtes für die jungen Männer nicht beobachten. Deren Anteil in den typischen „Frauenberufen“ hat sich in den letzten zwölf Jahren im Schnitt kaum verändert. Typische „Frauenberufe“ sind Medizinische Fachangestellte, Zahn- oder Tiermedizinische Fachangestellte, Floristin und Kosmetikerin. Zu den positiven Ausnahmen bei der Entwicklung des Männeranteils in „Frauenberufen“ zählen unter anderem jene beiden – Justizfachangestellte und Milchwirtschaftliche Laborantint. In diesen beiden Berufen hat sich der Männeranteil seit 2004 signifikant erhöht. Für BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser zeigt sich, dass Initiativen wie der „Girls’ und Boys’ Day“ Zeit benötigen. „Zwar stellen wir nach wie vor fest, dass viele Ausbildungsberufe einseitig von nur einem Geschlecht nachgefragt werden. Solchen Einseitigkeiten entgegenzuwirken braucht viel Geduld und Zeit. Andererseits zeigen die Ergebnisse aber auch, dass sich etwas bewegen lässt.“ BIBB Karriere mit Baby Work-Life-Balance hat hohe Priorität Frauen und Männer der sogenannten Generation Y möchten nicht um jeden Preis viel Geld verdienen und Karriere machen. Die heute 20- bis 35-Jährigen gelten zwar als anspruchsvoll, hoch qualifiziert und sehr technikaffin. Doch für sie ist die Work-Life-Balance überaus wichtig – der Einklang von Arbeits- und Privatleben. Spaß bei der Arbeit, Selbstverwirklichung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie machen eine Stelle erst interessant. „Diese Anforderungen sollten Unternehmen erfüllen, denn die qualifizierten Nachwuchskräfte sind hervorragende, motivierte Mitarbeiter“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad Deutschland. Ein durchdachtes Konzept für Work-Life-Management, Kinderbetreuungsangebote oder verbesserte Arbeitszeitmodelle erhöhen die Chancen, geeignete Bewerber auf Dauer zu gewinnen. txn-p Familie und Beruf: Geht beides! Foto: Sofia Zhuravetc / Fotolia.com


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