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MIT SHARING DIE ZUKUNFT MEISTERN Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst BW Die Idee, Ressourcen zu teilen und zu tauschen statt zu kaufen und zu besitzen, ist nicht neu. Erst durch die Digitalisierung ist Teilen aber auch einfach geworden. Angebot und Nachfrage können direkt per App ermittelt werden und Anbieter und Interessent finden per Smartphone zusammen. Die Share Economy ist damit ein bemerkenswertes Beispiel, wie die digitale Revolution die Nutzung von Ressourcen effizienter macht und damit unsere Umwelt schont. Die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch ist ein guter Grund für Baden Württemberg, Innovationen im Bereich der Share Economy zu unterstützen. Ich begrüße es daher NUTZEN STATT BESITZEN Matthias Hornberger, Vorstandsvorsitzender des CyberForum e.V. Nutzen statt Besitzen“ beschreibt ein Lebensgefühl unserer Zeit: Im Fokus steht nicht mehr der Besitz, sondern die schnelle und ortsungebundene Verfügbarkeit von Gebrauchsgegenständen, Luxusprodukten oder immateriellen Ressourcen. Und die Share Economy ermöglicht eben diese flexible Verfügbarkeit: Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC nutzt jeder zweite Deutsche Share Economy. Was Baden-Württemberg betrifft, so boomt hier speziell das Car-Sharing. Karlsruhe ist bundesweit Spitzenreiter, aber auch in Stuttgart, Freiburg und Tübingen setzen überdurchschnittlich viele Autofahrer auf das Teilen. Die Digitalisierung hat der Share Economy enormen Aufwind verschafft. Nie war es so unkompliziert, Tausch- und Teilgemeinschaften zu vernetzen. Das Unterkunftsportal Airbnb ist ein bekanntes Beispiel, aber auch die Enzyklopädie Wikipedia, an der jeder mitarbeiten und sein Wissen teilen kann. Im Hinblick auf die Digitalisierung ist Baden-Württemberg mit rund 15 000 IT-Firmen, darunter viele Hidden Champions, bestens aufgestellt. Zudem vernetzen sich im landesweiten „IT Bündnis BW“ 13 regionale ITNetzwerke, um digitale Themen im Mittelstand voranzubringen. Und Karlsruhe zählt laut einer EU-Studie sogar zum europaweit viertstärksten IT-Standort. Insofern bieten wir in Karlsruhe ideale Voraussetzungen, um den vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg initiierten Landeskongress rund um die digitale Share Economy durchzuführen. Special Guest ist der Digitalpionier und Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels, Jaron Lanier. Weitere Referenten kommen aus der Wissenschaft und der Unternehmerpraxis. Zudem werden Start-ups ihre spannenden Sharing- Modelle vorstellen – diese reichen vom Mitfahrportal für Kurzstrecken bis hin zur Plattform zum Gartenteilen. Nun wünsche ich den Lesern dieser Sonderseiten, dass sie sich vom Potenzial der Share Economy inspirieren lassen und Teil unserer digitalen Sharing Society werden. Matthias Hornberger, Vorstandsvorsitzender des CyberForum e.V. Das Sharing ist für Matthias Hornberger ein großer IT-Trend. Foto: pr sehr, dass der Landeskongress die Chancen und Risiken der Share Economy in den Blick nimmt. Mit der Share Economy entstehen auch neue, disruptive Geschäftsmodelle, die die Existenz klassischer Gewerbe gefährden können. Zu untersuchen und zu klären sind daher unter anderem folgende Aspekte: • Wie muss der Ordnungsrahmen für die Share Economy aussehen, um vorhandene soziale Standards nicht zu gefährden? • Wie müssen die gesetzlichen Regelungen weiterentwickelt werden, um neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen und etablierten Gewerben die Chance der Weiterentwicklung zu geben? • Wie stellen wir sicher, dass die Share Economy tatsächlich einen Beitrag zur Lösung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen leistet? Mit unserem Landeskongress „shareBW. Die Share Economy im digitalen Wandel“, den das CyberForum auf unsere Initiative hin veranstaltet, wollen wir diese Fragen aufgreifen und diskutieren. Ich danke allen, die mit Ihrem Wissen und Können dazu beitragen, dass dieser Kongress die vielschichtigen Potenziale und Herausforderungen der Share Economy anspricht und vermittelt. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich interessante und anregende Diskussionen und Begegnungen. Theresia Bauer MdL Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden Württemberg Theresia Bauer unterstützt die Share Economy. Foto: pr Teilen lernen: Die Share Economy zeigt, dass Besitz alleine nicht nützlich ist. Wer Ressourcen teilt, macht aus ihnen mehr. Foto: Rawpixel/Fotolia VOM BESITZER ZUM NUTZER – DAS TEILEN IN DER DIGITALEN GEGENWART Landeskongress zur Share Economy am 7. Juli im Karlsruher ZKM / Keynote von Internetpionier Jaron Lanier Wir sind mitten drin – im digitalen Wandel. Nicht allen ist das bewusst, denn wer erst gegen Ende der 1990er-Jahre geboren wurde, kennt es gar nicht anders. Vernetzung, Kommunikation und das Teilen von Daten gehören zum Alltag, gehörten schon immer dazu. Aber es dauert, bis sich die Öffentlichkeit und Gesellschaft diese Denkweise und Lebensart zu eigen gemacht haben. Wenn am 7. Juli im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien der im Vordergrund steht, was in den vergangenen Jahren nicht zu den populärsten aller Perspektiven auf die Besitzgesellschaft gehörte. Der Kongress wird dem Besucher dazu sicherlich die eine oder andere Einsicht liefern, allein die Zahl der anreisenden Redner verspricht eine große Bandbreite an Themen rund um die Share Economy – von handfesten praktischen Lösungsansätzen für Herausforderungen der Zukunft bis hin zu den rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen, die das Thema mit sich bringt. Einen unkonventionellen Blick wirft Jaron Lanier auf die Szene. Der Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels hält die Haupt- Keynote. Und ein bequemer Kritiker war der Informatiker und Internetpionier noch nie. Aber Konventionen braucht die Szene nicht, sondern frische Perspektiven. Holger Keller wegweisenden Ideen zum Teilen, zur Share Economy, einem noch größeren Publikum vorstellen zu können. Auf dem Kongress im ZKM berichten die Teams nun, was nach zehn Monaten alles erreicht worden ist, wo sie stehen und wie sie die Perspektiven beurteilen. NEUE PERSPEKTIVEN – DAS TEILEN GEHÖRT DAZU So unterschiedlich die Ideen auch sind, gemein ist ihnen, dass die Nutzbarmachung von Ressourcen nicht abhängig von deren Eigentümer ist. Sie werden wertvoller, wenn sie von vielen gebraucht werden können. Dazu wären in vielen Fällen nicht einmal die digitalen Kanäle notwendig, es erleichtert lediglich die Vermittlung ganz ungemein. In dieser Form neu ist dann vielleicht mehr, dass das Konzept des Teilens zweite shareBW-Kongress stattfindet, dann geht es genau darum: Das Teilen von Ressourcen über die digitalen Kanäle populärer zu machen, sie in die Gesellschaft zu tragen. Einen Wettbewerb dazu gab es, über 60 Ideen wurden eingereicht und fünf davon wurden im November 2015 auf dem ersten shareBWKongress von der Jury zu den Siegern gekürt. Die Gewinnerteams freuten sich über insgesamt 180 000 Euro Preisgeld und die Chance, ihre Digital Natives sind das Leben in der digitalen Gegenwart gewöhnt – und die Share Economy wird ihre Zukunft prägen. Foto: Rawpixel.com/Fotolia SHAREBW – DAS PROGRAMM Im Zentrum für Kunst und Medien 16.30 – 16.45 Uhr Eine Kurzzusammenfassung der Panels mit Moderator Markus Brock 16.45 – 17.30 Uhr Sharing Economy und nachhaltige Lebensstile Thomas Wagner 17.30 – 18 Uhr Gutes Teilen – Schlechtes Teilen? Christian Mauer, Christian Rickerts, Felix Weth, Lars Klein, Markus Brock (Moderation), Norbert Kunz, Prof. Dr. Peter Wedde, Thomas Wagner 18 – 20 Uhr Networking 14.30 – 16 Uhr Panel 1: Forschung Dr. Timm Teubner, Michael Bucher, Prof. Dr. Christof Weinhardt (Moderation), Prof. Dr. Harald Heinrichs 14.30 – 16 Uhr Panel 2: Auswirkungen Julian Dörr, Markus Brock (Moderation), Prof. Dr. Justus Haucap, Prof. Dr. Peter Wedde 14.30 – 16 Uhr Panel 3: Praxis Christian Mauer, Christian Rickerts, Felix Weth, Lars Klein, Michael Aechtler (Moderation), Norbert Kunz 16 – 16.30 Uhr Pause 11 – 12 Uhr Einlass&Registratur 12 – 12.30 Uhr Grußworte Matthias Hornberger, Theresia Bauer MdL 12.30 – 13.15 Uhr Vorstellung der Gewinnerprojekte Markus Brock (Moderation) 13.15 – 14 Uhr Vortrag: Can we enjoy the benefits of digital networks without drowning in creepiness? Jaron Lanier 14 – 14.30 Uhr Pause IMPRESSUM CyberForum vom 1. Juli 2016. Redaktion: Holger Keller Anzeigenleitung: Ulf Spannagel Kongress shareBW Eine Anzeigensonderveröffentlichung der Badischen Neuesten Nachrichten mit dem


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