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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Oberderdingen … alles zum Leben! 7 Als die Mönchskutte verschwand … Drei Ortsteile werden im Wappen durch Rebast, Kugeln und einen blauen Rost dargestellt Oberderdingen aktualisiert. Das in Zusammenarbeit mit dem Generallandesarchiv Karlsruhe geschaffene neue Wappen der Gemeinde ist inhaltlich be- Großvillars: Der Rebast auf dem oberen Drittel des Wappens symbolisiert in erster Linie den Ortsteil Großvillars, der am stärksten durch die Landwirtschaft geprägt ist. Eine Gemeinde ohne Wappen? Unvorstellbar! Im Jahr 1974 entstand die Gemeinde Oberderdingen durch die Eingemeindung von Flehingen und Zuteilung des gesamten, seit dem Jahr 1866 auf Derdingen und Knittlingen aufgeteilten Ortes Großvillars. Damals vereinbarte man im Eingliederungsvertrag, dass ein neues Gemeindewappen geschaffen werden musste. DIE SICKINGER KUGELN Das beantragte Wappen ist eine Modifizierung des damaligen Ortswappens von Oberderdingen, das aus der Zeit um das Jahr 1930 stammt. Durch die Umdeutung des Rebastes und den Ersatz der Mönchskutte durch die Flehinger / Sickinger Kugeln wurde es damals im Hinblick auf die neue Gemeinde gründet und heraldisch, das bedeutet wappenkundlich, einwandfrei. Die drei Symbole des Wappens stehen entsprechend für die drei Ortsteile Oberderdingen, Flehingen und Großvillars. ZWEI TRAUBEN – DREI BLÄTTER Es dauerte eine Zeit, bis das neue Oberderdinger Wappen schließlich am 30. August des Jahres 1982 vom damaligen Landrat Bernhard Ditteney mit einer heraldisch genauen Wappenbeschreibung übergeben wurde. Diese lautete: „In einem von schwarz und silber gespaltenen Schild oben rechtshin liegend ein Rebast mit drei Blättern und zwei Trauben in verwechselten Farben, darunter vorne fünf silberne Kugeln hinten ein blauer Rost“. Seit diesem Tag gibt es das öffentliche Gemeindewappen für Oberderdingen nun in seiner noch heute bestehenden Form. pos Flehingen: Die fünf silbernen Kugeln links unten, sind das gemeinsame Wappen der Herren von Flehingen und von Sickingen. Die sogenannten fünf Schneeballen bildeten bis zur Eingemeindung das Gemeindewappen von Flehingen. Schon 1936 war Sickingen nach Flehingen eingemeindet worden. Oberderdingen: Der blaue Rost, der rechts auf dem Wappen abgebildet ist, stellt das Zeichen der Oberderdinger Kirchenpatrons St. Laurentius dar und war gleichzeitig das alte Siegelbild und Dorfzeichen von Oberderdingen. WIRKLICH WAHR?! Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Das trifft auch auf den evangelischen Kirchenchor zu, der 1952 einen Ausflug in die Schweiz machte. „Wir hatten alles minutiös geplant und nur anhand von Telefonaten organisiert. Dann kam jedoch alles anders“, sagt Gottlob Stäble. Bei der Ankunft in die Schweiz hatte man für die Mittagspause den Geldwechsel geplant, jedoch nicht bedacht, dass die Schweizer Banken am Samstagnachmittag geschlossen hatten. Einige Sänger waren schlau und kauften Bohnenkaffee, zur Nachkriegszeit in Deutschland ein Luxusartikel. Das Rückgeld ließen sie sich in Schweizer Franken auszahlen. Die zwei Reisebusse machten sich nach einer spontanen Routenänderung auf einem steilen Weg hinauf zur Schwägalp. Unabhängig voneinander hatten beide Busse später Pannen und mussten repariert werden. Das Programm kam durcheinander. „Einige hatten Bohnenkaffee und Tabakwaren versteckt und diese beim Zoll auf der Rückfahrt nicht deklariert, aber diese Dinge wurden vom Zoll nicht gefunden“, denkt Stäble an den Schmuggel im kleinen Stil zurück. pos


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