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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG Oberderdingen … alles zum Leben! 23 Fischer (links) und Nowitzki. Foto: ank „Hand in Hand“ Dorothee Fischer ist Trägerin der Bürgermedaille Die Stadt Bretten gratuliert der Gemeinde Oberderdingen zum Jubiläum! �� Waren Sie jemals weg aus Oberderdingen? Während Schulzeit und Ausbildung war ich zeitweise im Ausland. �� Woher kommt ihre enge Verbundenheit zu Oberderdingen? Oberderdingen ist meine Heimat, ich bin hier aufgewachsen und lebe hier schon fast mein ganzes Leben. Eine der verdientesten Bürgerinnen Oberderdingens ist Dorothee Fischer. Als Tochter von E.G.O.-Firmengründer Karl Fischer ist die 86-Jährige, 1930 in Badenweiler geboren, eng mit ihrer Heimatgemeinde verwurzelt und unterstützt diese seit Jahrzehnten. Als Anerkennung für ihre Verdienste erhielt Fischer am 28. Februar 2015 von Bürgermeister Thomas Nowitzki die Bürgermedaille der Gemeinde. BNN-Mitarbeiter Andreas Kleber unterhielt sich mit Dorothee Fischer unter anderem über ihr Wirken und ihre Kindheit. �� Frau Fischer, warum engagieren Sie sich so stark für Kinder und Jugendliche? Fischer: Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Jedes Kind und jeder Jugendliche hat es verdient, die besten Möglichkeiten zu erhalten. Das versuche ich innerhalb meiner Möglichkeiten zu unterstützen. �� Haben Sie selbst Kinder? Ich war nicht verheiratet und habe keine Kinder. Aber ich habe Geschwister, Neffen und Nichten, mit welchen ich mich eng verbunden fühle. �� Wie war es, als Tochter von Karl Fischer aufzuwachsen? Für mich war Karl Fischer zunächst einmal nicht der Unternehmer oder Entwickler, sondern mein Vater. Dementsprechend habe ich ihn anders erlebt als ein Großteil der Mitarbeiter oder Geschäftspartner des Unternehmens. Mein Vater hat uns Kindern seine Werte und Überzeugungen früh vermittelt und auch vorgelebt. In der Erinnerung an meinen Vater wird mir immer wieder deutlich, mit welchem tiefen Vertrauen er das Leben angenommen hat. Er selbst sprach vom „Gläubigen ja“, mit all seinen Härten und Schönheiten. Und obwohl er immer in voller Verantwortung stand, war er ein Teamplayer, wie man heute sagen würde. Diese Werte haben meine Geschwister und mich sicherlich sehr geprägt. �� Wie sah ihre schulische und berufliche Laufbahn aus? Nach dem Besuch der Volksschule in Oberderdingen und des Hilda-Gymnasiums in Pforzheim mit Abschluss Abitur besuchte ich die einjährige höhere Handelsschule in Karlsruhe. Im September 1951 trat ich in das Unternehmen ein. Bis zum Tod meines Vaters im Jahr 1985 arbeitete ich Hand in Hand mit ihm zusammen – zuerst als Sekretärin, dann als Assistentin. In dieser Zeit begleitete ich meinen Vater auf seinen Reisen im In- und Ausland. Ab 1964 war ich in leitender Funktion in der E.G.O.- Gruppe tätig und schied 1996 aus Altersgründen aus. Außerdem war ich seit 1969 Mitglied des Verwaltungsrats und in Beirats und Aufsichtsratsgremien der E.G.O.-Gruppe tätig. Im Jahr 2007 verließ ich den Aufsichtsrat, blieb aber weiterhin im Verwaltungsrat tätig bis ich in 2009 auch diese Tätigkeit niederlegte. ten der Wissenschaft und Forschung. Auch als Privatperson unterstütze ich viele soziale Einrichtungen, Organisationen und Bildungseinrichtungen. Das ist für mich selbstverständlich. �� Was tun Sie in Ihrer Freizeit? Ich bin naturverbunden, liebe Wandern, Radfahren und das Reisen, um neue Länder und Kulturen kennenzulernen. Außerdem arbeite ich im Garten. �� Sind Sie in Vereinen aktiv? Ich schätze die Vereine und deren Arbeit sehr und unterstütze diese entsprechend meiner Möglichkeiten. In wenigen Vereinen bin ich Mitglied, aber nicht aktiv tätig. �� Wie sieht ihre Unterstützung der Gemeinde aus? Ich errichtete beispielsweise die Karl-Fischer-Stiftung mit dem Stiftungszweck der Förderung von Bildung und Ausbildung Jugendlicher, Förderung caritativer Einrichtungen im Alten- und Pflegebereich und Förderung der Allgemeinheit auf den Gebie-


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