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4 WIRTSCHAFT IN DER REGION ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG �� Wie bewerten Sie das Miteinander zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand hier in der Region? Die Region profitiert ja ganz erheblich von Initiativen wie dem CyberForum. Wird das Engagement vom Land und den Kommunen belohnt? Die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Partner ist aus meiner Sicht das eigentliche Erfolgsgeheimnis des ITStandorts Karlsruhe. Gerade arbeiten KIT, Hochschule Karlsruhe, CyberForum, ZKM, IHK, FZI, Fraunhofer Institute, die Stadt Karlsruhe mit verschiedenen Dezernaten und Vertreter der Wirtschaft an einem Thesenpapier, um Karlsruhe weltweit zu einem führenden Standort des digitalen Wandels zu entwickeln. Über 100 Experten haben sich ehrenamtlich in diesem Prozess engagiert. Das erfolgreiche Engagement des CyberForum und FZI wird vom Land besonders belohnt: Ende 2015 haben wir den Förderbescheid über 3,8 Millionen Euro des Landes Baden-Württemberg für das DIZ (Digitales Innovationszentrum) erhalten. Im Auftrag des Landes wird dieses neue gemeinsame Institut die Digitalisierung der Unternehmen im Land fördern und auch strategisch das Land beraten. Mit dem neuen Cyberlab bietet das CyberForum mit Unterstützung der Stadt Karlsruhe und des Landes ein ausgesprochen sehenswertes Gründerzentrum in den schönen Räumlichkeiten der Hoepfner Burg. �� Welche lokalen Vorzüge haben denn in Karlsruhe und der Region dazu geführt, dass hier die IKT groß geschrieben wird? Ist es vor allem die Universität gewesen mit ihrer Informatik Fakultät? Es ist die einmalige Kombination, die Karlsruhe einzigartig macht. Karlsruhe ist eine durch und durch junge und innovationsfreundliche Stadt mit über 42 000 Studierenden, das sind über 14 Prozent der Stadtbevölkerung. Das KIT hat nicht nur die ersten Informatikabsolventen in Deutschland ausgebildet. Bis heute hat keine andere Stadt in Deutschland vergleichbar viele Informatik und IT-orientierte Studienabsolventen an KIT, Hochschule und dualer Hochschule ausgebildet. Die Vernetzung aller Akteure im CyberForum macht das Gründen von IT-Unternehmen und das Wachsen leicht. Karlsruhe hat die Kunden aus der Industrie wie zum Beispiel Auto-, Maschinenbau, Gesundheits- oder Umwelt und Energieindustrie – anders als die Unternehmen im Silicon Val- Martin Hubschneider betont, dass sich Karlsruhe und die Region klar positionieren müssen. Foto: pr Karlsruhe hat sich als Standort der Informationstechnologie in den vergangenen Jahren gemausert. Doch andere Städte in Deutschland und Europa sind ebenfalls nicht untätig. Die Anstrengungen, die andernorts unternommen werden, stehen denen im Badischen kaum nach. Im Gespräch erläutert Martin Hubschneider, Vorstandsvorsitzender von CAS Software und Vorstandsmitglied im Bundesverband ITMittelstand, wie die Region derzeit aufgestellt ist und was notwendig ist, um andere Städte weiterhin auf Abstand zu halten. �� Dass die Region Karlsruhe als Zentrum der IT-Wirtschaft in Deutschland ganz weit oben steht, wurde zuletzt 2014 in einem Ranking der Europäischen Kommission gezeigt. Wie stellt sich die Situation heute dar? Das Ranking der europäischen Union war für viele ein erster Paukenschlag: nach den Großstädten Paris, London und München hat Karlsruhe den herausragenden vierten Platz erzielt. Mit der gewohnten badischen Bescheidenheit hat sich fast unbemerkt die Technologieregion Karlsruhe zum Motor des digitalen Wandels entwickelt. Ein erfolgreiches Gründerklima hat inzwischen über 30 000 Arbeitsplätze im zukunftssicheren IT-Sektor geschaffen. Das gemeinnützige CyberForum vernetzt dabei über 1 100 Unternehmen und Organisationen rund um die IT und gilt weltweit als vorbildlich. Die European Cluster Excellence hat deshalb das CyberForum als Europas größtes regional aktives und führendes IT-Netzwerk ausgezeichnet. Wenn sich die Technologieregion Karlsruhe und seine Akteure jedoch klar positionieren und entschieden handeln, sehe ich persönlich eine historische Chance und eine erstklassige Ausgangssituation, zum führenden Motor der Digitalisierung in Europa zu werden. Vertrauenswürdige Software made in Karlsruhe hat bereits jetzt einen sehr guten Ruf. Dadurch können wir einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigen Gestaltung unserer Gesellschaft und Wirtschaft leisten und ausgesprochen attraktive und zukunftssichere Arbeitsplätze in der Region halten und zusätzlich schaffen. Um es klar zu sagen: Es geht hier nicht um große Investitionen, sondern um die gemeinsame Vorstellungskraft, das Wollen und die Rahmenbedingungen. Dann können wir Karlsruhe zum weltweiten Motor des digitalen Wandels entwickeln und eine attraktive Stadt für Familien, Studierende, Arbeitnehmer und IT-Unternehmen sein. ley – direkt vor Ort. Und eines sollten wir nicht vergessen: die Lebensqualität in unserer Stadt ist absolut erstklassig. Dazu zählen unter anderem die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf, aber auch Kunst und Kultur wie ZKM, Staatstheater oder Kammertheater und die vielen Freizeitmöglichkeiten im Umfeld. �� In welche Richtung muss man sich in der Region bewegen, um weiter in der Spitzengruppe mithalten zu können? Sehen Sie die Gefahr, dass Firmen in größere Städte abwandern? Die Vorzüge von Karlsruhe sind leider bisher nur Insidern bekannt. Es ist ausgesprochen schwierig, Fachkräfte nach Karlsruhe zu bewegen. Das Image einer eher langweiligen Beamtenstadt und rationalen Stadt des Rechts hängt noch vielen in den Köpfen. Wir sehen eine reale Gefahr, dass Unternehmen entweder – wie kürzlich 1&1, die in Berlin ein neues Quartier bezogen haben – teilweise abwandern oder gar nicht erst nach Karlsruhe kommen. Arbeiten an der „historischen Chance“ IT-STÄRKE: Martin Hubschneider sieht die Region weiter vorne Das CyberForum und seine Initiativen ist ein Grund für den Erfolg der IT-Region. Foto: CyberForum Betriebe „lernen“ digital Infoveranstaltung am 9. Mai in der IHK Karlsruhe tausch zu bieten, veranstalten die IHK Karlsruhe und das CyberForum, unterstützt durch das DIZ | Digitales Innovationszentrum, am 9. Mai 2016 im Haus der Wirtschaft Karlsruhe erstmals die Tagung „Industrie + Informatik“. Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus mittelständischen Industriebetrieben, Anbieter und Anwender der IKT-Branche, als auch an Forschungseinrichtungen, Netzwerke und politische Entscheidungsträger der Region und aus Baden- Württemberg. Das vollständige Veranstaltungsprogramm findet sich unter bit.ly/1R1b6ME. pm Die digitale Transformation ist als Schlagwort seit einiger Zeit in aller Munde – doch was verbirgt sich hinter einem Begriff wie Industrie 4.0? Fabriken werden intelligenter, Produktionsstätten mit Lieferanten verknüpft und viele Prozesse lassen sich durch die zunehmende Digitalisierung der Industrie noch effizienter, ressourcenschonender und kundenfreundlicher gestalten. Um interessierten Unternehmern und Fachkräften aus mittelständischen Industriebetrieben, sowie Anbietern und Anwendern der IKT-Branche Impulse und Raum für den fachlichen Aus


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