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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG WIRTSCHAFT IN DER REGION 15 sen zu sein. Als fürsorglicher Patriarchalismus kann sein Führungsstil bezeichnet werden. Gegenseitige Zugeständnisse begriff von Siemens als Mittel und Weg, soziale Probleme innerhalb eines Unternehmens zu lösen oder sie erst gar nicht aufkommen zu lassen. Dabei versuchte er, die Interessen der Mitarbeiter mit den Zielen des Unternehmens zu verbinden. So führte er 1866 die damals so genannte Inventurprämie ein – heute ist darunter die Erfolgsbeteiligung eines Arbeitnehmers zu sehen. Wenige Jahre später, 1872, gründete er die betriebliche Altersvorsorge, mehr als ein Jahrzehnt vor der Einführung der gesetzlichen Alters- und Hinterbliebenenversorgung. Die Idee war somit erneut wegweisend. SIEMENS BESCHÄFTIGT 4 500 MENSCHEN IN KARLSRUHE Auf dem Fundament der Leistungen von Werner von Siemens wurde ein Konzern aufgebaut, in dem heute knapp 350 000 Menschen weltweit arbeiten und der ein Jahresumsatz 2015 von über 75 Milliarden Euro erzielte. Zum Unternehmen gehört auch der Standort in Karlsruhe, wo Siemens der größte private Arbeitgeber ist. Etwa 6 000 Menschen arbeiten im Westen der Stadt, wo der Industriepark eine Fläche von über 280 000 Quadratmeter einnimmt. 4 500 davon für Siemens, der Rest gehört zu Unternehmen, die sich im Industriepark angesiedelt haben. Es ist immerhin der fünftgrößte Standort der Siemens AG. In der Fächerstadt werden vor allem Lösungen zur Automation entwickelt und produziert. In derlei Kontext fallen Stichworte wie Industrie 4.0. Es ist die Zukunft der Produktion. Und auch, wenn Werner Siemens davon im 19. Jahrhundert noch nichts wissen konnte, ohne den im Dezember 1892 verstorbenen Pionier wäre das nicht möglich gewesen. In seinen Memoiren findet sich aber bereits die Ahnung dessen, was noch alles bevorsteht. Er drückt sein Bedauern darüber aus „dass es mir nicht vergönnt ist, an der vollen Entwicklung des naturwissenschaftlichen Zeitalters erfolgreich weiterzuarbeiten.“ kel 11 000 Kilometer weit reichte 1867 die Telegrafenlinie nach Indien, für die Siemens & Halske verantwortlich zeichnete. Karte: Siemens Historical Schöneberger Straße 19, Berlin: Hier wurde Siemens & Halske 1847 gegründet. Foto: Siemens Historical Siemens & Halske konstruierte die erste elektrische Tram, damals in Berlin. Foto: Siemens Historical Spielend gewinnen Der NEO2016-Preis widmet sich der „Gamification“ wird die Motivation der „User“ hochhalten. Für den NEO2016 werden neue innovative Ideen gesucht, die diese Herausforderung meistern können: Plattformen, Tools und Projekte, denen eine überzeugende Leitidee zugrundeliegt und die einem breiten Publikum vermittelbar sind. Auch soll die Innovation die Umsetzung in ein marktfähiges Produkt oder eine Dienstleistung erwarten lassen, globale Relevanz besitzen und eine internationale Dimension in ihrer Entstehung oder Anwendung aufweisen. FRIST BIS 6. MAI Kluge Köpfe aus Wirtschaft und Wissenschaft, die einen Bezug zur TechnologieRegion Karlsruhe, der Metropolregion Rhein-Neckar oder der Trinationalen Metropolregion Oberrhein haben, können sich mit ihren Ideen und Produkten bis zum 6. Mai über eine vorgegebene Kurzbewerbung bewerben. Nach der Vorauswahl durch die hochkarätig besetzte Jury werden für zehn Bewerbungen weiterführende Ausarbeitungen angefordert, die bis zum 24. Juni einzureichen sind. Davon wiederum nominiert die Jury bis zu fünf Projekte für den NEO2016 – Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe. Im Rahmen der Preisverleihung im Herbst werden alle nominierten Arbeiten präsentiert. Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert. pm Die innovativsten Technologien für das Lernen von morgen stehen im Fokus der Ausschreibung zum NEO2016, dem Innovationspreis der Technologie- Region Karlsruhe (TRK). Denn neue Kommunikationswege und Software-Lösungen werden zum Motor für eine Bildungsrevolution. Die Digitalisierung eröffnet im Bildungsbereich enorme Möglichkeiten. So könnten schon bald Klassenarbeiten, Tests, Schulbücher und auch Schulnoten der Vergangenheit angehören, wenn die Chancen der Informationstechnologien sinnvoll genutzt werden. Dazu gilt es junge Leute abzuholen, wo sie ohnehin sind: in der digitalen Welt. Selbstlernende Computerprogramme, die treffsichere Erfolgsprognosen für Schüler und Studenten hervorbringen, werden ebenso wie sprechende Vokabelbücher, Schulaufgaben, die von den Schülern lernen, Strategiespiele, die Geschichte lustvoll erlebbar machen, oder interaktive Mathematikbücher, die komplizierte Inhalte spielend vermitteln können, zu alltäglichen Arbeitsmitteln in Schulen und Hochschulen, ebenso wie in Fort- und Weiterbildungseinrichtungen. THEMA „GAMIFICATION“ Damit die neuen digitalen Möglichkeiten auch genutzt werden, kommt dem spielerischen Charakter der Angebote eine große Bedeutung zu. „Gamification“


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